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UMFRAGE: Luzerner sitzen am liebsten auf Holz

Die Stadt Luzern hat den Sitzmöbeltest vom letzten Herbst nun ausgewertet. Die Modelle schneiden sehr unterschiedlich ab. Wo genau sie eingesetzt werden könnten, ist noch offen – bis auf eine Ausnahme.
Die Holzliege im Kurpark kam beim Test am besten an. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Holzliege im Kurpark kam beim Test am besten an. (Bild: Dominik Wunderli)

Ein orangefarbenes Plastikmöbel auf dem Kornmarkt, eine bunte Sitzbank in der Tribschenstadt oder eine Holzliege im Kurpark am See – der Sitzmöbeltest, den die Stadt Luzern vergangenen Herbst durchgeführt hat, sorgte für Aufsehen. Es kam gar zu einer illegalen Aktion der Biosphäre Entlebuch, die sich übergangen fühlte und kurzerhand selbst Bänkli ohne Bewilligung in der Stadt aufstellte (wir berichteten).

Die Bevölkerung konnte die Sitzmöbel damals nicht nur testen, sondern auch an einer Online-Umfrage der Stadt teilnehmen. 220 Personen haben davon Gebrauch gemacht. Nun liegt die Auswertung vor: Am beliebtesten war die Holzliege, die am Kurpark stand. Sie wurde als bequem beurteilt und schnitt auch optisch gut ab. Ebenfalls beliebt gewesen sei der Holzring, der in der Tribschenstadt und auf dem Kornmarkt stand. Bemängelt wurde aber die fehlende Rückenlehne.

Auffällige Modelle sind umstritten

Durchzogen bis negativ fallen die Rückmeldungen auf auffällige Modelle aus. Das orange Kunststoffsofa «Enzo» auf dem Kornmarkt sei bei Jungen gut angekommen, Erwachsene dagegen erachteten es als «billig» oder «unbehaglich» und kritisierten, dass der Standort Kornmarkt in der Altstadt für solch ein Möbel ungeeignet sei.

Am schlechtesten habe die farbige, flexible Metallsitzbank abgeschnitten, die in der Tribschenstadt aufgestellt wurde. Optisch möge sie eine «willkommene Abwechslung» darstellen, doch das Material sei «nicht behaglich» und je nach Wetter zu heiss oder zu kalt.

Ab wann wird man in Luzern dauerhaft auf einer der getesteten Bänke sitzen können? Am konkretesten sei die Planung in der Bahnhofstrasse, die 2019 oder 2020 aufgewertet und teilweise autofrei wird, sagt Dominik Frei, Leiter Ressort Gebietsentwicklung bei der Stadt Luzern. «Durch den Test konnten wir wichtige Erfahrungen sammeln. Es ist aber noch kein Grundsatzentscheid für oder gegen ein Möbel gefallen.» Welche zum Zug kommen, werde je nach Standort im Rahmen eines Gestaltungskonzepts entschieden. «Dabei geht es vor allem darum, welche Art von Sitzen wir jeweils ermöglichen wollen: soziale Interaktion oder Ausruhen.»

Auch ist laut Frei nicht ausgeschlossen, dass verschiedene Möbel an einem Standort aufgestellt werden: «Allerdings würde dies den Unterhalt aufwendiger machen, da verschiedene Möbel eine grössere Lagerhaltung für Ersatzteile benötigen.»

Wo in Zukunft weitere der getesteten Bänke aufgestellt werden könnten, sei noch offen, so Frei. Denkbar wären Plätze in der Altstadt, die Tribschenstadt, entlang des Quais am rechten Seeufer und zu einem späteren Zeitpunkt allenfalls Plätze in Quartieren oder das linke Seeufer.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Durchgefallen ist bei den Leuten die Metall-Sitzbank in der Tribschenstadt. (Bilder: Dominik Wunderli (Luzern, 12. September 2017))

Durchgefallen ist bei den Leuten die Metall-Sitzbank in der Tribschenstadt. (Bilder: Dominik Wunderli (Luzern, 12. September 2017))

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