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UMFRAGE: Wahlbeteiligung tiefer als 2012

Es zeichnet sich ab: In vielen Gemeinden gehen weniger Wähler zur Urne als vor vier Jahren. Offen ist, wie viele noch auf den letzten Drücker wählen.
Gabriela Jordan
Wer will, kann seine Stimme am Sonntag in seiner Gemeinde noch abgeben. (Bild Roger Grütter)

Wer will, kann seine Stimme am Sonntag in seiner Gemeinde noch abgeben. (Bild Roger Grütter)

Gabriela Jordan

Noch Samstag und Sonntag können die Stimmbürger ihre Wahlcouverts in die Gemeindebriefkästen werfen. In den meisten Gemeinden wird am Sonntag die kommunale Exekutive gewählt. Trotz zum Teil spannender Ausgangslage zeichnet sich vielerorts eine tiefere Wahlbeteiligung ab als vor vier Jahren.

In der Stadt Luzern etwa sind bis am Freitagnachmittag erst rund 15 300 Wahlcouverts eingegangen – dies kann zum ersten Mal auf der Webseite der Stadt Luzern eingesehen werden. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 28,65 Prozent. Beim letzten Mal kamen am Schluss 37 Prozent zusammen. «Ich erwarte, dass es am Sonntag maximal 35 Prozent sein werden», sagt Thomas Zumbühl, Leiter Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern. Zumbühl vermutet, dass die Stimmbürger damals wegen der Kampfwahl stärker mobilisiert wurden. «Diesmal treten vier der fünf Bisherigen wieder an, darum zieht es wohl weniger Leute an die Urne.»

Stimmbürger sind «überfordert»

Eine noch geringere Wahlbeteiligung dürfte es in Ebikon geben. Obwohl der Wahlausgang mit neun Kandidaten für fünf Sitze offen ist, lag die Stimmbeteiligung am Freitag bei 26 Prozent. Von 8628 Stimmberechtigten legten erst rund 2240 ihre Wahlcouverts bei der Gemeinde ein. «Ich rechne bis am Sonntag mit etwa 30 Prozent», sagt Gemeindeschreiber-Substitut Roland Baggenstos. Bei den letzten Wahlen waren es 36 Prozent. Ein möglicher Grund für die tiefe Wahlbeteiligung ist laut Baggenstos, dass diesmal auch die Kommissionen gewählt werden. «Bei der grossen Anzahl Kandidaten hätte man sich recht gut informieren müssen. Eini­ge waren da vielleicht überfordert».

Auch in Sursee erwartet Stadtschreiber Godi Marbach nicht, dass die Wahlbeteiligung gleich hoch wie vor vier Jahren sein wird. Bisher seien knapp 30 Prozent der Wahlcouverts eingegangen, beim letzten Mal waren es am Schluss fast 43 Prozent. «Diesmal wird bei uns nur ein Sitz frei, die übrigen vier Kandidaten sind konkurrenzlos», sagt Marbach. «Bei den letzten Wahlen gab es drei freie Sitze, das mobilisierte die Stimmbürger wahrscheinlich mehr.»

Über die bisher tiefe Rücklaufquote in Hitzkirch zeigt sich der Gemeindeschreiber Benno Felder überrascht: «Bis jetzt haben nur 33,9 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Weil hier ein intensiver Wahlkampf für eine Kampfwahl stattgefunden hat, erstaunt mich das.» Dennoch rechne er insgesamt mit über 45 Prozent und gehe deshalb davon aus, dass heute und morgen noch einige Stimmen zusammenkämen.

In Reiden haben vor vier Jahren 42 Prozent gewählt. Bis am Freitagnachmittag sind von den 4413 Stimmberechtigten 1376 Wahlcouverts eingegangen (31 Prozent). Weil es wieder eine Kampfwahl gibt, glaubt Gemeindeschreiberin Margrit Bucher Lang, dass das Niveau vom letzten Mal wieder erreicht wird. «Es zeigt sich immer, dass jeweils am Samstag und Sonntagmorgen noch viele Couverts zusammenkommen.»

Über die Wahlbeteiligung in Schüpfheim will der Gemeindeschreiber Willy Schmid nicht spekulieren: «Wie hoch die Beteiligung dieses Jahr sein wird, ist ­offen.» Gestern lag sie bei 38 Prozent. Vor vier Jahren kamen am Schluss fast 51 Prozent der Couverts zusammen.

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