Umfrage zeigt: Jugendliche und Kinder leben gerne in der Stadt Luzern

Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote und hohe Sicherheit: Das schätzt die Luzerner Jugend an ihrem Zuhause. Gleichzeitig wünschen sie sich mehr Mitspracherecht in Verkehrsfragen.

Kilian Küttel
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Superstars wie Novak Djokovic, Orlando Bloom oder David Beckham sind seine Botschafter, die Spieler des FC Barcelonas trugen sein Logo einst auf der Brust: Die Rede ist vom Uno-Kinderhilfswerk Unicef.

Die Organisation zeichnet immer wieder Dörfer und Städte als «Kinderfreundliche Gemeinde» aus. Wie unlängst die Stadt Sursee. Auch die Stadt Luzern will dieses Label. Um eine Grundlage dafür zu schaffen, hat die Stadt eine Umfrage bei der Luzerner Jugend durchgeführt: 700 der 12 000 unter 18-Jährigen beantworteten Fragen zur Lebensqualität, zur Sicherheit, zur Freizeit.

Die Quintessenz: Die Jungen leben gerne in ihrer Stadt, ihnen gefällt es gut bis sehr gut. «Sie schätzen insbesondere die schöne Stadt mit See, Sehenswürdigkeiten, Museen, Bibliotheken und Freizeitangeboten», schreibt die Stadt am Freitagmorgen in einer Medienmitteilung.

Die Umfrage habe weiter gezeigt, dass Spiel-, Sport-, und Schulhausplätze für Kinder und Jugendliche «zentrale Lebensräume darstellen». Wichtig sei deren Erreichbarkeit, die Wege müssten kurz und ungefährlich sein.

Zwar beurteilen die Luzerner Kinder und Jugendlichen die Sicherheitslage als gut, der Strassenverkehr jedoch löst Unsicherheit aus. Über 250 Mal wurde dieser Punkt in der Befragung genannt: «Wichtig ist den Befragten, dass genügend Signalisationen wie Ampeln und Fussgängerstreifen sowie die nötige Infrastruktur vorhanden sind», schreibt dazu die Stadt. Ebenfalls ist der Jugend eine saubere Stadt ein Anliegen. Das Thema Abfall im öffentlichen Raum – wie etwa auf Spielplätzen – wurde in der Befragung 125 Mal genannt.

Die Stadt rechnet damit, dass Unicef-Label im Sommer 2019 zu erhalten. 22 000 Franken kostet der Labelprozess. Nebst der Stadt Sursee haben folgende Luzerner Gemeinden das Label inne: Menznau, Wauwil, Triengen, Hitzkirch.

Luzerner Gemeinden schwören auf Labels

Immer mehr Dörfer und Städte im Kanton Luzern lassen sich bestimmte Qualitäten bescheinigen – mit Labels. Diese sind nicht nur ein Leistungsausweis für Politik und Verwaltung, sondern sollen auch Geld in die Gemeindekassen spülen.
Raphael Zemp