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UMGESTALTUNG: Luzerner Theaterplatz erhält neues Gesicht

Die Umsetzung der autofreien Bahnhofstrasse wird auch den Theaterplatz stark verändern. Offen ist die Frage, ob die Spielstätte «Box» mit der Umgestaltung kompatibel ist.
Blick auf den Theaterplatz. Bild: Philipp Schmidli

Blick auf den Theaterplatz. Bild: Philipp Schmidli

Noch ist sie dreigeteilt in Theatervorplatz, Strasse und Wiese – die Fläche zwischen Luzerner Theater und Jesuitenkirche. Ein Architekt würde wohl sagen, dass hier städtebaulich noch Potenzial besteht. Dieses soll künftig besser ausgeschöpft werden, und zwar im Rahmen der Umsetzung der Initiative für eine autofreie Bahnhofstrasse.

Geplant ist, dass zwischen Kirche und Theater ein durchgehender Platz realisiert wird. «Es sind zwei unterschiedliche Beläge – Asphalt und Mergel – vorgesehen», sagt Dominik Frei, Projektleiter Bahnhofstrasse bei der Stadt Luzern. Dies soll künftig «eine flexible Nutzung des ganzen Platzes im Alltag und für temporäre Veranstaltungen» ermöglichen. Derzeit kann die Wiese für den Wochenmarkt oder auch für Konzerte während der Fasnacht und des Luzerner Fests nicht genutzt werden.

Auf dem Theaterplatz soll es künftig einen Brunnen und Bäume geben. Im Gegensatz zur Bahnhofstrasse werden keine Kastanien, sondern Sophora-Bäume angepflanzt. Dies soll die «unterschiedlichen räumlichen Voraussetzungen» zwischen Quai und Platz unterstreichen, so Frei. Die japanischen Sophora-Bäume seien robust und weitgehend krankheitsresistent. Weiter sind sie laut Dominik Frei «licht und transparent». Das heisst, die Bäume werfen weniger Schatten als Kastanien. Diese würden künftig an der Bahnhofstrasse ein «Baumdach» bilden. Dort soll die bestehende Reihe mit einer zweiten ergänzt werden (Ausgabe vom 9. Juli).

Der Theaterplatz und die Bahnhofstrasse werden auch künftig nicht ganz autofrei sein. Anwohner, Zubringer und Notfallfahrzeuge dürfen auch nach der Umgestaltung noch durchfahren. Eine speziell gestaltete Strasse werde es aber nicht mehr geben. «Der Verkehr, welcher in einer geringen Menge über den Platz führt, wird nicht kanalisiert», erklärt Frei.

Viele Fragen sind noch offen

Die Umgestaltung des Theaterplatzes war Teil des Projektwettbewerbs, den die Stadt Ende 2015 ausgeschrieben hat. Das Siegerprojekt haben die Koepfli Partner Landschaftsarchitekten aus Luzern, die Enzmann + Fischer AG aus Zürich sowie die AKP Verkehrsingenieur AG aus Luzern entwickelt. Das Team schlug unter anderem vor, auf dem Theaterplatz eine Bücherbox oder einen Speakers’ Corner einzurichten. Ob die Idee umgesetzt wird, lässt die Stadt offen. Unklar ist auch, ob eine Erweiterung oder ein Neubau des Luzerner Theaters die Umgestaltung des Platzes sowie der Bahnhofstrasse beeinflussen würde. Ein neues Bauprojekt an dieser Stelle könnte nach dem Scheitern der Salle Modulable zum Thema werden.

Konkreter ist die «Box» des Luzerner Theaters, die sich seit dieser Saison zwischen Jesuitenkirche und Theatergebäude befindet. Deren Betrieb ist auf fünf Jahre ausgelegt. Die Arbeiten für die Umgestaltung des Platzes und der Bahnhofstrasse sollen aber bereits 2019 beginnen. Könnte die «Box» diese verzögern? Dominik Frei verweist auf auf einen Bericht und Antrag, den der Stadtrat demnächst veröffentlicht. Darin wird er dem Parlament einen zweiten Projektierungskredit vorlegen. Der Grosse Stadtrat soll noch dieses Jahr über den Kredit entscheiden.

Ursprünglich wollte der Stadtrat nur einen Planungskredit von 800 000 Franken sprechen. Auf Antrag der Baukommission wurde dieser jedoch zweigeteilt und etappiert. Darum muss das Parlament nun erneut über die Projektierung abstimmen.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung von Theaterplatz und Bahnhofstrasse sollen – inklusive Projektierung und Wettbewerb – rund 6 Millionen Franken betragen. Geplant ist, dass 2018 das Volk über den Ausführungskredit entscheiden kann.

Stefan Dähler

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