Umstrittener Schul-Deal mit Microsoft-Konzern

Bald startet an den Mittelschulen ein Projekt mit Gratis-Software. Der Vertrag mit Microsoft ist aber nicht unproblematisch.

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Schüler der Kantonsschule Musegg Luzern arbeiten am Computer - noch ohne «Live@edu». (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Schüler der Kantonsschule Musegg Luzern arbeiten am Computer - noch ohne «Live@edu». (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Deal ist einfach: Microsoft bietet allen 20'000 Luzerner Berufs- und Kantonsschülern einen Gratiszugang zu einer interaktiven Softwareplattform an, ähnlich dem Facebook-System. Im Gegenzug darf der Computer-Konzern Werbung aufschalten und hofft, die Schüler langfristig an seine Produkte zu binden. Der entsprechende Vertrag zwischen dem Kanton Luzern und Microsoft steht kurz vor dem Abschluss, wie Recherchen unserer Zeitung zeigen.

Datenschützer einbezogen

Der Deal hat allerdings datenschützerische Tücken. So erhält Microsoft die Benutzernamen aller Schüler. Um sich abzusichern, hat das Bildungsdepartement den Datenschützer einbezogen. Das Schweizerische Medieninstitut für Bildung und Kultur kritisiert, dass wichtige Fragen ungeklärt sind.

Zwischen dem Computerkonzern Microsoft und den Luzerner Schulen besteht bereits seit längerem ein Abkommen: Für das so genannte «Microsoft School Agreement» bezahlt der Kanton zwischen 40 und 100 Franken pro Arbeitsplatz und Jahr. Dafür werden die rund 3500 Computer mit Software ausgerüstet.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.