UMWELT: 15 zusätzliche Massnahmen für bessere Luft

Mit 15 zusätzlichen Massnahmen will die Luzerner Regierung eine anhaltende Verbesserung der Luftqualität erzielen. Sie hat dazu den Massnahmenplan Luftreinhaltung aktualisiert.

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(Symbolbild Adrian Baer/Neue LZ)

(Symbolbild Adrian Baer/Neue LZ)

Mit den neuen Massnahmen könnten die Schadstoffemissionen um bis zu 20 Prozent verringert werden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der aktualisierte Massnahmenplan basiert auf einer Empfehlung der Zentralschweizer Umweltschutzdirektionen (ZUDK). Er umfasst Anreize und Vorschriften.

Die Massnahmen betreffen unter anderem den Strassenverkehr, Industrie und Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft. Vorgesehen ist etwa ein neues Rabattsystem bei den Motorfahrzeugsteuern sowie eine Ökologisierung der Steuer für Nutzfahrzeuge.

Angestrebt werden sauberere Fahrzeugflotten in der Verwaltung und bei Dritten, die Aufträge für den Kanton ausführen. Weiter ist ein Konzept zur Emissionsreduktion in der Berufsschifffahrt vorgesehen, die Partikelfilterpflicht für ortsfeste Fahrzeuge und Maschinen sowie ein kantonales Verbot für das Verbrennen von Wald-, Feld- und Gartenabfällen im Freien.

Dauerbelastung der Luft in der Zentralschweiz
In den kantonalen Liegenschaften soll die Energieeffizienz erhöht werden. Das Agglomerationsprogramm soll lufthygienische Massnahmen enthalten. In Entwicklungsschwerpunkten will der Kanton Vorgaben für Abstellflächen und verkehrssteuerende Massnahmen umsetzen.

Dazu kommen Vorschriften zur Emissionsbegrenzungen für Grossemittenten sowie die Ausweitung der Kontrollpflicht und die Verkürzung der Sanierungsfrist bei Holzfeuerungen. Schliesslich wird das Ganze auch in diesem Fall von einer Informations- und Motivationskampagne abgerundet.

Die Luft in der Zentralschweiz sei stark mit Schadstoffen belastet, heisst es in der Medienmitteilung. Diese Dauerbelastung werde oft nicht wahrgenommen, führe aber im Vergleich zu kurz andauernden Smogspitzen zu schwerwiegenderen Gesundheitsschäden.

Deshalb verpflichtet der Bund die Kantone, einen Massnahmenplan Luftreinhaltung zu erstellen, wenn die Immissionsgrenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) überschritten sind. Dies ist im Kanton Luzern der Fall. Um die Qualitätsziele zu erreichen, ist eine Reduktion der Schadstoffemissionen um rund 50 Prozent erforderlich.

sda