UMWELT: Bundesbahnen forcieren Mülltrenn-Stationen

Die SBB statten die grössten Bahnhöfe der Schweiz mit Recycling-Stationen aus. Darunter auch der Luzerner Hauptbahnhof. Ihre Kunden seien sich gewohnt, Abfall zu trennen, sagen die Bundesbahnen.

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Solche Recycling-Stationen wie hier im Bahnhof Bern werden bald auch in Luzern anzutreffen sein. (Bild: PD)

Solche Recycling-Stationen wie hier im Bahnhof Bern werden bald auch in Luzern anzutreffen sein. (Bild: PD)

Der erfolgreiche Pilotversuch, der seit 2012 im Bahnhof Bern durchgeführt wird, habe eindrücklich gezeigt, dass die Kunden der SBB auch unterwegs tun würden, was sie zu Hause schon längst gewohnt wären: Sie entsorgen 95 Prozent der Wertstoffe korrekt, indem sie ihre Abfälle trennen. Rund 100 Tonnen Wertstoffe konnten bisher dadurch jährlich wiederverwertet statt verbrannt werden.

«Mit der Ausweitung dieses Recyclingkonzeptes auf die fünf grössten Bahnhöfe rechnen wir mit jährlich 500 Tonnen wiederverwerteten Zeitungen, PET-Flaschen und Alu-Dosen. So stellen wir eine nachhaltige Abfallentsorgung sicher», sagte Jürg Stöckli, Leiter SBB Immobilien, an der Medienkonferenz vom Montag in Bern.

Weitere Bahnhöfe werden geprüft

Insgesamt 579 neue Recycling-Stationen und 431 Aschenbecher werden ab heute an grösseren Bahnhöfen aufgestellt. Sie erlauben die Trennung von PET, Alu, Zeitungen sowie Restmüll. Die Einführung der neuen Recycling-Stationen wird durch die Recycling-Kampagne «Danke, dass Sie Abfall am Bahnhof getrennt entsorgen», an fünf grösseren Bahnhöfen unterstützt. Darunter sind neben dem Luzerner Hauptbahnhof auch Genf Cornavin, Basel SBB, der Hauptbahnhof Zürich. Bereits in Betrieb sind neben Bern auch Mülltrenn-Stationen am Bahnhof Löwenstrasse in Zürich.

Die Einführung der Recycling.Stationen war bereits 2013 geplant. Als Grund für die Verspätung gibt die SBB die laufende Weiterentwicklung am Projekt an. Die Bahn prüft nun, ob das System auf weitere Bahnhöfe ausgeweitet werden kann.

pd/uus/sda

Die SBB stellt 431 neue Aschenbecher auf. (Bild: PD)

Die SBB stellt 431 neue Aschenbecher auf. (Bild: PD)