UMWELT: Kampagne für den «Vogel des Jahres 2015»

Dem Spatz wird das Leben immer schwerer gemacht. Der Umweltschutz Stadt Luzern und die Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern starten deshalb ein Kampagne, die mithelfen soll, dass der Vogel nicht auf die rote Liste kommt.

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Dieser Spatz hat sich eine Libelle geschnappt. (Bild: Leserbild Armin Schicker)

Dieser Spatz hat sich eine Libelle geschnappt. (Bild: Leserbild Armin Schicker)

Die Bestände des Haussperlings, wie der Spatz korrekt heisst, sind in der Schweiz seit 1980 um 20 bis 40 Prozent zurückgegangen. Der Schweizer Vogelschutz SVS/Bird Life hat das Vögelchen mit seinem grauen Köpfchen deshalb zum "Vogel des Jahres 2015" erklärt.

Der Spatz hält sich am liebsten im Siedlungsgebiet auf. Der Spatz scheine häufig, unverwüstlich und anspruchslos zu sein, teilte die Stadt am Montag mit. Doch dieser Eindruck täusche.

Wie es dem Haussperling in Luzern geht, ist zwar nicht erforscht. Beobachtungen wiesen darauf hin, dass der Trend ebenfalls negativ sei, teilte die Stadt mit. Sie wolle deshalb zusammen mit der Ornithologischen Gesellschaft mit einer Kampagne für ein gutes Zusammenleben mit dem Spatz sensibilisieren.

Gründe für den Rückgang sind gemäss Stadt die modernen Gebäude, die kaum noch Nistmöglichkeiten bieten, und das mangelhafte Futter für die Nestlinge. Erwachsene Vögel könnten sich zwar von Pommes Frites ernähren, frisch geschlüpfte Vögelchen bräuchten für ein gesundes Wachstum aber unbedingt Insekten und Spinnen.

Die Kampagne startet mit einem Informationsstand am kommenden Samstag am Schwanenplatz. Dort erhalten Interessierte Auskunft darüber, wie sie Gärten und Häuser spatzenfreundlich gestalten können. Zudem wird die Bevölkerung dazu aufgerufen, Brutplätze des Hausspatzes zu melden.

Die Kampagne soll dazu beitragen, dass der Spatz nicht auf die rote Liste der gefährdeten Tierarten kommt, wie dies bereits in England geschehen ist. Sei eine Vogelart einmal gefährdet, sei es schwierig, den Bestand wieder zu erhöhen, schreibt die Stadt.

Hinweis: Weitere Infos auf www.luzerngruent.ch und www.ogl-luzern.ch

(sda)