Umweltschützer kämpft gegen Villen-Projekt

Gegenwind für das Mammutprojekt des Millionärs Peter Pühringer in Vitznau: Sieben Einsprachen sind eingegangen, darunter eine besondere.

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Links im Bild das Park Hotel Vitznau. Am Hang rechts im Bild sollen ein Viersternehotel und zehn Villen entstehen. (Bild: Visualisierung PD)

Links im Bild das Park Hotel Vitznau. Am Hang rechts im Bild sollen ein Viersternehotel und zehn Villen entstehen. (Bild: Visualisierung PD)

Der Gestaltungsplan des Projekts «Park Residenz Vitznau» des österreichischen Investors Peter Pühringer in Vitznau ist umstritten: Insgesamt sieben Einsprachen sind bis zum Ende der Eingabefrist bei der Gemeinde eingegangen, wie der Vitznauer Gemeinderat Alex Waldis auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. «Neben sechs direkten und indirekten Anstössern ist auch die Umweltschutzorganisation Helvetia Nostra von Franz Weber unter den Einsprechern», sagt Waldis. Franz Weber hat sich einen Namen gemacht als Initiant der Zweitwohnungsinitiative, die im vergangenen März vom Schweizer Volk knapp angenommen worden ist. Diese schreibt vor, dass Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent keine Zweitwohnungen mehr bauen dürfen. Die Verordnung tritt Anfang 2013 in Kraft.

«Eine präventive Massnahme»

Fabian Dreher von Helvetia Nostra, einem Tochterverein der Umweltschutzstiftung Fondation Franz Weber, bestätigt die Einsprache. «Es handelt sich um eine präventive Massnahme. Wir wollen sicherstellen, dass die Villen nicht als Zweitwohnungen genutzt werden», sagt er. «Wir lassen aber mit uns reden: Wenn die Pühringer-Gruppe glaubhaft versichern kann, dass keine Zweitwohnungen gebaut werden, könnten wir uns überlegen, die Einsprache zurückzuziehen.» Laut Dreher hat Helvetia Nostra in der ganzen Schweiz über 1500 solche vorsorglichen Einsprachen eingereicht – einige davon auch in der Zentralschweiz.

Luzia Mattmann

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