UMWELTSCHUTZ: Heizenergie: Wer spart, wird oft nicht belohnt

Wer seine Wohnung wärmer heizt, muss mehr bezahlen. Das schreibt das Gesetz vor. Die Realität sieht aber oft anders aus. Jetzt wird die Sache zum Politikum.

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Der grüne Kantonsrat Michael Töngi. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der grüne Kantonsrat Michael Töngi. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Wenn jemand die Wohnung auf 24 Grad heizt, bezahlen die Nachbarn mit. Auch wenn deren Wohnung bloss 19 Grad warm ist. Das gilt für Altbauten. In Neubauten ab 1991 ist das anders – theoretisch: Für die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten müssen Messinstrumente installiert sein, die ermitteln, in welcher Wohnung wie viel Heizenergie verbraucht wird. Das animiert zum Energiesparen.

Die Regelung schreibt der Bund vor, der Kanton Luzern hat sie in seinem Energiegesetz festgelegt. Die Realität sieht anders aus. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Institut für Politikstudien Interface in Luzern Ende 2008 im Auftrag des Bundesamts für Energie verfasst hat. Studien-Mitverfasser Christof Schwenkel: «In rund 43 Prozent der Neubauten in den sechs untersuchten Kantonen werden die Nebenkosten nicht nach den individuellen Verbräuchen berechnet.»

Der grüne Kantonsrat Michael Töngi (Kriens) hat deshalb einen Vorstoss eingereicht, in dem er eine bessere Umsetzung des Gesetzes verlangt.

Karin Winistörfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.