Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

UMZONUNG: Ermensee schafft Platz für neue Firmen und Wohnungen

Das Areal der früheren Granador AG soll nicht länger brachliegen: Was von diesem Gebiet auf Ermenseer Boden liegt, will der Gemeinderat im Frühling umzonen. Dieser Schritt spielt einem Unternehmen speziell in die Karten.
Ernesto Piazza

Ermensee will sich weiter entwickeln. Deshalb plant der Gemeinderat im Gebiet Tampitäller eine Teilrevision des Zonenplans. Zirka 11'500 Quadratmeter sollen von der Arbeits- in eine gemischte Wohn- und Arbeitszone überführt werden. Die Fläche befindet sich an der Grenze zu Hitzkirch, «mit grossem Entwicklungspotenzial für beide Seiten», sagt der Ermenseer Gemeindepräsident Reto Spörri (FDP). Mit dieser Zonenplan­revision will man beidseits der Kommunengrenze dieselben Bedingungen schaffen. Die Vereinbarung dazu hatten die beiden Gemeinderäte im Februar 2015 unterzeichnet.

Die erwähnten 11'500 Quadratmeter im Gebiet Tampitäller gehören zum Areal der früheren Granador AG, das heute im Besitz der Fenaco-Gruppe ist. Zur Erinnerung: Der Produktionsstandort der Granador wurde im Jahr 2005 geschlossen. Insgesamt umfasst das Areal knapp 40'000 Quadratmeter, wovon 18'000 Quadratmeter auf Hitzkircher Boden liegen. Diese wurden bereits im Mai 2016 in eine Wohn- und Arbeitszone umgeteilt. Von den 21'500 Quadratmetern auf Ermenseer Boden werden rund 10'000 Quadratmeter einer neu formulierten, reinen Arbeitszone (ehemals Industriezone) zugewiesen – die restlichen 11 500 Quadratmeter befinden sich nach der Teilzonenplanänderung, wie erwähnt, in einer gemischten Zone.

Von der Revision betroffen sind ferner rund 2000 Quadratmeter unüberbautes Land von Drittpersonen in der Industriezone. Dieses soll künftig ebenfalls zur reinen Arbeitszone gehören.

Pläne für Pumpwerk liegen auf

Das vom Ermenseer und Hitzkircher Gemeinderat geplante Vorhaben umfasst auch, dass die auf dem Hitzkircher Teil des Granador-Areals liegende Gewässerschutzzone kurz- bis mittelfristig aufgehoben wird. Das sei möglich, weil die Wasserversorgung Hitzkirch AG auf dem Gemeindegebiet Ermensee voraussichtlich beim Kirchfeld ein neues Grundwasserpumpwerk erstellen könne, heisst es im Planungsbericht. Die Konzession in Hitzkirch läuft noch bis Ende Jahr. In diesem Zusammenhang stehen Ermensee und die Wasserversorgung Hitzkirch AG mit den Wasserwerken Zug AG in Kontakt. Die Pläne für das Pumpwerk liegen mittlerweile bei der Gemeinde Ermensee öffentlich auf.

Die Teilumzonung spielt der Fenaco zweifellos in die Karten. Denn seit der Einstellung der Geschäftstätigkeit gab es für das gesagte Gebiet immer wieder Kaufinteressenten. Die Verhandlungen scheiterten jedoch stets an den erwähnten Knackpunkten. Gestern ist nun bekanntgeworden, dass die Fenaco das gesamte Areal verkauft (siehe Kasten).

Areal Hitzkirch Zug AG erwirbt Granador-Land

Die Fenaco-Genossenschaft veräussert das knapp 40'000 Quadratmeter grosse ehemalige Grundstück von Granador in Ermensee und Hitzkirch an die Areal Hitzkirch Zug AG. «Damit konnte ein geeigneter Investor gefunden werden, der das Areal professionell weiterentwickeln will», sagt Josef Sommer, Geschäftsleitungsmitglied der Fenaco-Genossenschaft. Zum Transaktionspreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. (ep)

Mehrwertabschöpfung durch Aufzonung

Mit der Umzonung von der Arbeits- in eine gemischte Zone kommt es bei den von der Teilrevision betroffenen Flächen zu einer finanziellen Aufwertung. Das bedeutet: Wird das Areal verkauft und bebaut, wird wegen der Aufzonung eine Mehrwertabgabe von zirka 20 Prozent fällig. Wie viel Geld damit in die Gemeindekasse fliesst, kann Spörri noch nicht sagen. Ein konkretes Projekt liege im Moment noch nicht vor. Klar ist hingegen, dass es sich beim Gebiet Tampitäller um einen Entwicklungsschwerpunkt handelt und der Wohnanteil je nach Projekt variieren wird. In der Volumenstatistik wurde geschätzt, dass dieser bei 30 Prozent liegen könnte. Die Erschliessung des Gebiets erfolgt auf Ermenseer Seite über das bereits bestehende Gebiet Tampitäller, auf Hitzkircher Boden passiert sie über die Bahnhofstrasse.

Während der Auflagefrist sind gegen die Teilzonenplanänderung Tampitäller keine Einsprachen eingegangen. Deshalb soll an der Gemeindeversammlung im Frühling darüber befunden werden. Bis im Herbst erhofft sich die Exekutive grünes Licht vom Regierungsrat.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.