UMZÜGE: Die schönsten Fasnachtsszenen im Bus

37 offizielle Nummern werden die Zuschauer an den beiden Umzügen in Luzern sehen. Ohne Pausen, hoffen die Organisatoren.

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Die Saunafäger am Umzug vom Güdismontag 2008 in Luzern. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Saunafäger am Umzug vom Güdismontag 2008 in Luzern. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Ursula Stämmer setzte sich die Polizeimütze auf und trat ans Rednerpult. Die Luzerner Sicherheitsdirektorin musste gestern Abend im Hotel Schweizerhof bei der Informationsveranstaltung des Luzerner Fasnachtskomitees über die Umzüge selbst in die Hosen steigen. Denn die Hälfte des Stadtpolizeikorps sei krank, so Stämmer. Ihre Botschaft: «Wir wollen eine Fasnacht ohne Unfälle. Also schaut zueinander.» Gerade die Fahrer von Umzugswagen würden dabei eine besondere Verantwortung für ihr Gefährt tragen.

Keine Sonderzüglein
Insgesamt werden 37 offizielle Nummern an den beiden Umzügen am Schmutzigen Donnerstag und am Güdismontag teilnehmen, dazu kommen Wagen der Zunft zur Safran (am Donnerstag) und Wagen der Wey-Zunft (am Montag). Die Organisatoren erhoffen sich einen zügigen Umzug und schworen die Fasnächtler mehrfach darauf ein. Flavio Bezzola, der Chef des Umzugskomitees, bat besonders darum, beim Fritschibrunnen und auf der Seebrücke keine Sonderpräsentationen zu vollführen. Oder wie es Stadträtin Ursula Stämmer ausdrückte: «Den Leuten wirds stinklangweilig, wenn der Umzug nicht läuft.»

Umzugsroute bleibt gleich
Die Umzugsroute verläuft wie im letzten Jahr, ab Viktoriaplatz biegen die Wagen in die Hirschmatt- und die Winkelriedstrasse ein. Diese Route habe sich bewährt, so Flavio Bezzola, «gerade auch, weil für die Sicherheitskräfte die Obergrundstrasse und der Hirschengraben frei bleiben.»

Wer die beiden Fasnachtsmzüge live verpasst, kann dies andersweitig nachholen: Die Medien – auch diese Zeitung – werden ausführlich darüber berichten. Das Zentralschweizer Fernsehen TeleTell zeigt via Teleprompter in rund 50 Bussen auf dem Streckennetz der VBL Szenen der Umzüge, auch weitere 20 Sondersendungen kann man sich in den VBL-Bussen anschauen. 

Das Publikum kann übrigens die besten Sujets wiederum mit einem Televoting (Telefon 0901 30 60 60, 90 Rappen pro Anruf) bewerten. In der Prominentenjury sitzen Ursula Stämmer und VBL-Chef Norbert Schmassmann. Die Prämierung der besten Sujets findet am 26. Februar um 11 Uhr in der Kornschütte statt. 

Christian Bertschi