UMZUG EMMEN: Bei Fabienne sind die Sicherungen raus

Der 31. Emmer Fasnachtsumzug lockte bei tollem Wetter viele Zuschauer an. Der «MusicStar» hatte einen pannenhaften Live-Auftritt.

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Die Kulturfasnächtler E Nomine zeigten ihr Motto «Alpe-Viecher» am Emmer Fasnachtsumzug. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Kulturfasnächtler E Nomine zeigten ihr Motto «Alpe-Viecher» am Emmer Fasnachtsumzug. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Emmen ist ein bisschen anders: Da sind auch die Lebensretter der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) mit einem Sujet vertreten, es fliegen Bananen statt Orangen aus dem Zunftwagen, und die oberste Emmer Hexe, das Ämmeli, darf nicht frivol den Rock heben und gurren, sondern wird am Ende verbrannt.

Das Ämmeli mochte nicht feiern
Einige lokale Themen beherrschten gestern Nachmittag den Umzug vom Central zum Gersag in Emmenbrücke. Neben politischen Dauerbrennern in Emmen wie die Gratis-Parkplätze und die leere Gemeindekasse war natürlich auch Fabienne Louves ein Thema. Die Gewinnerin des letztjährigen «MusicStar» des Schweizer Fernsehens war sogar höchstpersönlich anwesend. Auf dem Wagen der Fasnachtsgruppe Quartierverein Erlen-Neuhof sang sie live einen Tina-Turner-Hit - allerdings nur, bis die Sicherungen des Umzugswagens aufgaben. Und das war bereits nach der ersten Kurve der Fall.

Schnelles Ende vom Ämmeli
Doch das Malheur war schnell behoben, und die Zuschauer vergassen es ob all des bunten, originellen Getiers und der rüüdig schaurigen Ungeheuer, die sich am Umzug sonst noch tummelten. Nur dem Ämmeli war – wie eingangs erwähnt – nicht zum Feiern zu Mute. Der Umzug war sein obligater Gang zum Scheiterhaufen, wo es zum Schluss denn auch schnell und problemlos verbrannte.

Nadine Aregger