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UMZUG: Grosswangen platzt aus Fasnachtsnähten

Im fremden Rüebligarten grasen, unter dem politischen Liebeshag durchfressen oder wilde Kapriolen auf dem Töff drehen: Am Umzug in Grosswangen sind alle Fasnachtsschrauben locker.
Spektakulär geht es mit dem «Plöffteam International» zu und her. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Spektakulär geht es mit dem «Plöffteam International» zu und her. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Hannes Bucher

Grosswangen ist gestern Sonntag buchstäblich aus den Fasnachtsnähten geplatzt. Das Dorf ist dieses Jahr Austragungsort des Umzugs der Rottal-Zünfte. Die einheimische Säuli-Zunft kann sich schon vor Umzugsbeginn die Fasnachtshände reiben: Scharen von Besuchern strömen herbei, weit vor dem Dorf ist das Fahrzeug abgestellt, der Alltag zurückgelassen. Gemütlich eng wirds dann im Dorf, dicht stehen die erwartungsvollen Reihen bei Umzugsbeginn. Ein Knall und ein «Jetzt geht es los!» vom Speaker, und dann gehts in der Tat los.

Schnulziger Schlagersahnen-Sound

Schlag auf Schlag folgen sich die 49 Nummern. Die 1500 Mitwirkenden paradieren mit einer kunterbunten Palette prächtiger Sujets. Grosse und kleine, verspielte und freche. Da fressen etwa die herzigen vorwitzigen Hasen der Kindergärtner im Rüebligarten, ein «Engel auf Wolke 7» schwelgt reich garniert im schnulzigen Schlagersahne-Sound, und das «Plöffteam International» zeigt auf seinen Motocross-Vehikeln echt spektakuläre Show-Elemente ihres fahrerischen Könnens übermütiges Schanzenspringen und rauchige «Stop-and-go»-Einlagen inbegriffen.

Die Wüschiswiler nehmen mit ihrem Sujet «Die drey rüüdig scheenschte Unesco-Dääg» den Entscheid des Bundesrates aufs Korn: Dieser hat ja bekanntlich die Basler Fasnacht als Unesco-Weltkulturerbe vorgeschlagen. Der Fleischskandal vom Bündnerland wird auch in Grosswangen zur Sprache gebracht: Das Pferd wird zum Rind kopiert. Aufgepasst Schwein denn es wird gefolgert: «Ach, du armes Schwein im Kühlregal – wirst wohl bald ein Poulet sein.» Bei so viel Fleischlichem sind auch die Vorgänge rund um die Zuger Landammann-Feier nicht allzu weit weg. Entsprechend frech und fasnächtlich anschaulich wird die «Zuger Sexaffäre» aufgetischt: Die Möösler nehmen sich der Sache gründlich an und reimen zur Freude der Zuschauer: «Verwötscht hed mer si in flagranti – dä SVPler und das grüene Tanti». Allfällige Ausreden von wegen K.-o.-Tropfen wurden mit einem mitgeführten Labor gleich vor Ort abgeklärt und vom Fasnachtstisch gewischt. Zu all den vielen witzigen Nummern gibt es von den 16 Guuggenmusigen die rechte musikalische Verpackung und Ausgarnierung.

Dorffasnacht von der besten Seite

Sujets, Musigen, Zuschauermenge und die tolle Witterung lassen eine tolle, ausgelassene Stimmung aufkommen Dorffasnacht von der besten Seite: Da kann sich das Säuli-Zunftmeisterpaar Uli und Pia Walpen mit Genuss durch die Menge kutschieren lassen. Die Fasnächtler haben noch nicht genug: Mit Monsterkonzert und Festbetrieb geht es in den vielen Beizlis in der Mühlestrasse und in «Uli’s Schnopf-Gade» im «Ochsen»-Saal weiter.

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