UMZUG MURI: «Obsi - Nedsi» in ganz vielen Varianten

Nur alle vier Jahre findet in Muri der Fasnachtsumzug statt. Er lockte am Sonntag mehr als 5000 Personen an - die meisten aus der Region.

Drucken
Teilen
Clowns grüssen vom Wagen. (Bild Bianca Theus/Neue LZ)

Clowns grüssen vom Wagen. (Bild Bianca Theus/Neue LZ)

Mehr als 5000 Leuten säumten am Sonntag die Strassen von Muri. Der Fasnachtsumzug mit 74 Gruppen und über 6000 Teilnehmern dauerte gut zwei Stunden. Das Publikum freute sich über die bunten Farben und die fantasievollen Umsetzungen des Mottos «Obsi – Nedsi».

Lebende Chügelibahn
«Ich bin begeistert, wie viel Farbe die Schule zum Umzug beigetragen hat», sagte etwa Umzugsleiter Herbert Strebel. In selbst gestalteten Kostümen zeigten sie das Motto als lebende Chügelibahn oder die Kindergärtler ganz einfach: mit Farbstrichen, die man eben von unten nach oben oder umgekehrt ziehen kann.

Rudern auf dem Golfstrom
Am Umzug gab es auch gute Zeiten und schlechte Zeiten zu sehen: Bänkler, die ihre Boni zum Fenster hinauswerfen, Bettler und Musikanten und auch Lebenskünstler. Letztere gewiss Meister im Umgang mit den Höhen und Tiefen des Lebens.

Die Beinwiler ruderten auf dem Golfstrom und spielten damit auf das bachab gegangene Golfplatzprojekt an. Eine Murianer Gruppe führte den neuen Brunnen auf dem Klosterhof mit einer lebenden Martinsfigur mit.

Güllenfass ist auch ein Flugzeug
Nebst zahlreichen Guggenmusigen aus der Gegend waren auch traditionelle Sujets aus dem bäuerlichen Leben zu sehen. Einmal diente ein ausgedientes hölzernes Güllenfass als Riesenbierfass, ein anderes Mal war es zum Flugzeug umgebaut worden. Zeitgemäss waren auch viele ledige Bauern auf der Suche nach verschiedenen Dingen unterwegs.

«Wir hatten eigentlich gehofft, 6000 Umzugsplaketten verkaufen zu können, gleich viele, wie beim letzten Umzug», sagt Umzugsleiter Herbert Strebel.

Verkauft wurden indes nur gut 4500 Stück. «Wir wissen noch nicht, ob alle Unkosten gedeckt sind», so Strebel.

Bianca Theus