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UNBELIEBT: Rattenplage – Horw stellt Giftfallen auf

Vor allem in städtischen Gebieten bereiten Ratten Probleme. Doch mittlerweile ist auch die Gemeinde Horw davon betroffen. Mit speziellen Ködern werden die Tiere vergiftet.
Eine Mäuse- und Rattenfalle wird mit Futter gefüllt. (Bild: Manuela Jans (Luzern, 21. Juli 2011))

Eine Mäuse- und Rattenfalle wird mit Futter gefüllt. (Bild: Manuela Jans (Luzern, 21. Juli 2011))

Die grünen Giftköderfallen für Ratten sind in der Stadt Luzern inzwischen gang und gäbe. Sie sind an verschiedenen Orten in der Stadt installiert und sollen die Rattenpopulation im Zaun halten. Bisher war dies eher ein städtisches Phänomen, doch auch die Gemeinde Horw kämpft mit einem Rattenproblem: Entlang des Dorfbachs im Zentrum sind gleich mehrere solche Fallen aufgestellt (siehe Kasten). «Wir erhielten Beschwerden von einigen Anwohnern, die teils Ratten im Keller hatten», sagt Gemeinderat Thomas Zemp (CVP) auf Anfrage unserer Zeitung. Bereits seit dem Herbst 2016 seien die Giftköderfallen aufgestellt. Laut Zemp ist es nicht das erste Mal, dass die Gemeinde Horw zu dieser Massnahme greift.

Installiert wurden die Boxen von der Rentokil Initial AG aus Oberbuchsiten in Solothurn. Sie ist in der ganzen Schweiz tätig und hat die Fallen auch in der Stadt Luzern eingerichtet. Laut Jean-Martin Fierz, Biologe und technischer Leiter der Firma, sind in Horw derzeit 25 solche Köderfallen aufgestellt. Zum Vergleich: In der Stadt sind es um die 100. Diese Zahlen bewegen sich laut Fierz im normalen Rahmen, werden aber regelmässig angepasst. «In der Stadt kontrollieren wir standardmässig viermal pro Jahr, wie frequentiert die jeweiligen Boxen sind. Dies sieht man daran, wie viele Köder die Ratten weggefressen haben.» Fehlt demnach viel, wird der Köder nachgefüllt, oder es werden noch mehr Boxen aufgestellt.

Horwer sollen mithelfen, Population einzudämmen

Gegen das wiederkehrende Problem versuchte die Gemeinde, die Horwer Bevölkerung bereits zu sensibilisieren. In ihrem monatlich erscheinenden Infoblatt «Blickpunkt» informierte sie im vergangenen September über die am Dorfbach lebende Population der Wanderratten. «Primär geht es darum, die Population durch richtiges Verhalten in einer tragbaren Grösse zu halten», sagt Zemp. Die Gemeinde rief die Horwer dazu auf, einige Punkte zu berücksichtigen: In erster ­Linie werde die Grösse der Population über das Nahrungsangebot bestimmt. Zur Vermeidung von Rattenproblemen seien die Prävention und somit die sichere Aufbewahrung von Nahrungsmitteln am wichtigsten. Dazu gehört: keine Essensreste die Toilette oder den Ausguss hinunterspülen, Tauben und Wasservögel nicht füttern, Abfallsäcke erst am Tag der Abfuhr an den Strassenrand stellen, Lebensmittel in geruchsdichten Glasgefässen aufbewahren. Zudem können Kellerfenster mit engmaschigen Gittern gesichert werden.

Laut Zemp wird die Population am Dorfbach nun für rund zwei Jahre von Fachpersonen der Firma Rentokil Initial überwacht und bei Bedarf bekämpft. Über die bisherige Wirkung der Massnahme könne er noch nichts sagen. Dies werde im Jahresrhythmus überprüft – und somit im nächsten September. Mit einer Zunahme rechnet man in der Regel erst im Frühling. Bis auf weiteres bleiben die grünen Behälter in Horw sowie in der Stadt Luzern deshalb, wo sie sind.

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

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