UNBEZAHLTE KRANKENKASSENPRÄMIEN: Lässt Luzern viel Geld liegen?

Der Kanton Luzern bleibt auf Millionen Franken an unbezahlten Prämien sitzen. Das geht auch anders, kritisiert jetzt eine Gemeinde.

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Krankenkassen fordern via Gemeinden unbezahlte Prämien ein, die Gemeinden wiederum lassen sich die unbezahlten Rechnungen von der Ausgleichskasse Luzern vergüten. Von diesem Prozedere hat die Gemeinde Büron jetzt genug. Sozialvorsteher Stephan Acklin (SVP) bemängelt, dass der Kanton die ausstehenden Summen bei den säumigen Prämienzahlern nicht konsequent genug einfordert. Mit einer besseren Bewirtschaftung der Verlustscheine könne zumindest ein Teil des Geldes wieder zurückfliessen.

3352 Verlustscheine
3,5 Millionen Franken an unbezahlten Prämien musste der Kanton Luzern 2009 berappen – Tendenz steigend (siehe Grafik). Insgesamt 3352 Verlustscheine wurden ausgestellt. «Da liegen noch Millionen in der Schublade», ist Acklin überzeugt und bemüht sich in Büron inzwischen selber darum, das Geld bei den Schuldnern einzutreiben.

Bei der Ausgleichskasse Luzern lässt man die Kritik nicht gelten. Für die Verlustscheine «sind die Gemeinden zuständig». Die Sozialvorsteher als Geldeintreiber? «Das kann nicht sein», sagt Erwin Arnold, Präsident des Luzerner Sozialvorsteherverbandes.

Emanuel Thaler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.