UNFÄLLE: Bergwanderer überschätzen sich oft

Wenn die Bergretter ausrücken, dann meist wegen missglückten Bergwanderungen. Am Pilatus war die Zahl der Rettungen noch nie so hoch wie 2012.

Alexander von Däniken
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Müssen wegen Bergwanderern in Not ausrücken: SAC-Retter anlässlich einer Übung im Berner Oberland. (Bild Rega)

Müssen wegen Bergwanderern in Not ausrücken: SAC-Retter anlässlich einer Übung im Berner Oberland. (Bild Rega)

Der Frühling lockt auch dieses Jahr wieder unzählige Wanderer in die Berge. Doch gerade Bergwanderungen sind gefährlich, wie die Bergunfallstatistik des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) des Jahres 2012 zeigt. Von insgesamt 2570 Notfällen ereigneten sich deren 1000 auf Bergwanderungen – davon endeten 32 Unfälle tödlich. Immerhin: Die Zahl der tödlichen Unfälle sank im Vergleich zum Jahr 2011 um die Hälfte. Der SAC erklärt diesen Rückgang unter anderem mit dem grösstenteils schlechten Wetter im Jahr 2012. Die häufigsten Unfallursachen sind Stürze und «Blockierungen». So nennt der SAC Situationen, in denen die Wanderer aufgrund von Orientierungslosigkeit oder Erschöpfung an einem Ort festsitzen.

Verirrte Frau gerettet

Auch am Pilatus müssen deswegen Bergretter des öftern ausrücken, so etwa auch im letzten Herbst, wie Adrian Bühlmann, abtretender Rettungschef des SAC Pilatus, auf Anfrage erklärt: «Eine bergerfahrene Frau machte mit ihrem Hund eine Wandung, als sie vom Nebel überrascht wurde und die Orientierung verlor. Unsere alarmierten Rettungskräfte konnten sie ein paar Stunden später bergen. Sie war etwas unterkühlt, aber auch sehr froh über die Rettung.»

Zehn Rettungseinsätze leistete das SAC-Team der Rettungsstation Pilatus/Rigi letztes Jahr – so viele wie noch nie. Und gerade jetzt im Frühling lauern auf die Bergwanderer grosse Gefahren.

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