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UNFALLRISIKO: Luzerner Theater: Neues rosarotes Strassenkunstwerk gefährlich?

Über die Schönheit des riesigen Strassenbilds vor dem Stadttheater gehen die Meinungen auseinander. Doch ist es auch ein Unfallrisiko für Zweiradfahrer?
Das Luzerner Theater startet mit bunter Strasse in die neue Spielzeit. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 8. September 2017))

Das Luzerner Theater startet mit bunter Strasse in die neue Spielzeit. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 8. September 2017))

Auf dem rosaroten Strassenbild am Luzerner Theaterplatz sei am Mittwoch eine Frau ausgerutscht, hat ein Luzerner auf der privat betriebenen Facebook-Seite «Sorgenbriefkasten der Stadt Luzern» gepostet. «Habe eben eine Frau beim Stadttheater angetroffen, die an der Hand blutete. Sie sei mit dem Velo auf der gemalten Strassenfläche vor dem Stadttheater gestürzt, weil es auf der Farbe bei Nässe so glitschig sei», schreibt Armin Peter.

Ein LZ-Leser machte schon am 8. September in einem Kommentar zu unserem Einweihungs-Artikel auf die mögliche Unfallgefahr aufmerksam (wir berichteten). Martin Häfliger schrieb: «Dazzle Camouflage auf einem Verkehrsweg erachte ich als ziemlich gefährlich. Die ersten Unfälle lassen wohl nicht auf sich warten.» Unter Dazzle Camouflage versteht man eine spezielle Art von Bemalung, welche die Proportionen grotesk verzerrt wiedergibt. Sie wurde bei Kriegsschiffen verwendet, um den Gegner zu verwirren.

Stadt Luzern hat Kenntnis vom Vorfall

Und was meint das Kulturhaus? «Dem Theater ist der Vorfall nicht bekannt», sagt der Mediensprecher des Luzerner Theaters, Severin Barmettler, auf Anfrage. Er verweist an die Stadt Luzern. Bei der Luzerner Polizei habe sich die verletzte Velofahrerin nicht gemeldet, heisst es dort.

Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen erklärte auf Anfrage, dass die Stadt zwischenzeitlich über den Unfall informiert wurde. Weitere Fälle seien nicht bekannt. Das Strassenbild sei von der Polizei abgenommen worden und entspreche den Strassenvorschriften. Beim Anbringen der Farbstreifen kam die gleiche Technik zur Anwendung, die auch zum Aufbringen normaler Strassenmarkierungen gebraucht wird.

Strasseninspektorat wird Situation prüfen

«Farbe und Markierungsart sind mit Fachstellen der Luzerner Polizei und des Tiefbauamtes geklärt und nach heutigen Standards und Kenntnissen ausgeführt worden. Die Verantwortlichen des Strasseninspektorates werden die Situation in der 20er-Begegnungszone mit Fachspezialisten bezüglich Signalisationen und Griffigkeit überprüfen.»

Das Strassenbild namens Street Painting #3 geschaffen hat das renommierte Schweizer Künstlerduo Lang/Baumann. Weil ihm der Platz vor dem Theater nicht gefiel und die neue Spielzeit bevorstand, wollte Theaterintendant Benedikt von Peter nicht bis zur definitiven Umgestaltung des Platzes warten. Peter bezeichnete das Bild gegenüber «20 Minuten» als «Geschenk an die Bevölkerung». Es wurde privat finanziert.

Die Kunstaktion beim Theaterplatz wurde von den beiden Künstlern gemeinsam mit der Stadt erarbeitet und vom Stadtrat bewilligt. Das Bewilligungsverfahren dauerte drei Monate. Das Kunstwerk wurde am 8. September eingeweiht und ist auf ein Jahr beschränkt.

(red)

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