Ungewisse Zukunft für Bahnhof Nottwil

Die SBB hat den bestehenden Vertrag mit dem Bahnhof Nottwil gekündigt und will in Zukunft weniger Provision aus dem Verkauf von Generalabos auszahlen. Damit würden dem Bahnhof jährlich rund 40'000 Franken fehlen.

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Zugsdurchfahrt beim Bahnhof Nottwil. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Zugsdurchfahrt beim Bahnhof Nottwil. (Bild: Archiv/Neue LZ)

«Der Bahnhof Nottwil ist akut gefährdet.» Dies schreibt die Gemeinde Buttisholz in ihrem Gemeinderatsbericht am Mittwoch. Der Grund für diese Befürchtung sei die Tatsache, dass die SBB den bestehenden Vertrag mit der Betreiberin des Bahnhofes zuerst per Januar 2012, inzwischen per Januar 2013 gekündigt habe und in Zukunft einen Drittel der GA-Provision streichen wolle.

Widerstand gegen neue SBB-Verträge

Marius Christ von der IG Bahnhof Nottwil rechnet dadurch mit fehlenden Einnahmen von Seiten der SBB in der Höhe von über 40‘000 Franken. Ein jährliches Defizit in der Höhe von zirka 20‘000 Franken werde bisher von der Interessengemeinschaft getragen. Inzwischen hätten sich verschiedene private Stationshalter zusammengeschlossen, um gegen die neuen Verträge der SBB zu kämpfen. Auch der Gemeinderat von Buttisholz will sich einsetzten, dass in Nottwil auch in Zukunft der bestehende Billet- und Informationsdienst angeboten werden kann.

Der Bahnhof Nottwil wird seit 18 Jahren von einer Interessengemeinschaft bestehen aus den Gemeinden Nottwil und Buttisholz sowie dem Schweizer Paraplegikerzentrum und dem Seminarhotel Sempachersee getragen. Die IG beschäftigt drei Teilzeitmitarbeitende.

pd/bep