«Uni-Fakultät müsste sich spezialisieren»

Eine Luzerner Wirtschaftsfakultät brauche ein klares Profil, sagt ein Experte. Ob damit die guten Studenten und Dozenten kämen, wäre dennoch unsicher.

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Die Zahl der Wirtschaftsstudenten an Schweizer Unis steigt an. (Bild: Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

Die Zahl der Wirtschaftsstudenten an Schweizer Unis steigt an. (Bild: Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

Der Luzerner Uni-Rektor Paul Richli möchte mit einer allfälligen Wirtschaftsfakultät die Hochschule Luzern nicht konkurrenzieren. Doch wie könnte dies gelingen? Für Bildungsexperte Stefan C. Wolter, Professor und Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung, ist klar: «Wenn sich das Angebot der Universität wirklich von demjenigen der Hochschule unterscheiden will, muss sie auf forschungsintensive Fächer setzen – wie zum Beispiel Finanzwirtschaft oder volkswirtschaftliche Fächer.» Dies sei jedoch für eine kleine Fakultät nicht so einfach. Einzig Zürich, St. Gallen und Genf könnten diese forschungsintensiven Fächer ohne Kooperationen anbieten. «Luzern wäre für einen Alleingang in Volkswirtschaft wohl zu klein.»

Wolter, selber Dozent an der Universität Bern, sieht nur einen Weg, wie eine Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern Erfolg haben könnte: Spezialisierung. «Die Uni Luzern müsste klare thematische Schwerpunkte bilden.» Dies wiederum wirke sich natürlich auf die Studierendenzahlen aus. Die kritische Grösse einer Fakultät hängt gemäss Wolter aber vor allem von einem ab: Von der Anzahl und der Qualität der Dozenten. Diese würden auch die nötige Qualität in der Forschung gewährleisten.

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.