UNI-GESETZ: Hochschule Luzern verliert Investor

Unternehmer Reto Sieber sistiert die Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern. Grund ist eine Mail.

Lukas Nussbaumer
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Die Schaffung einer Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern bleibt umstritten. (Bild: Dominik Wunerli / Neue LZ)

Die Schaffung einer Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern bleibt umstritten. (Bild: Dominik Wunerli / Neue LZ)

Der Ruswiler Unternehmer Reto Sieber, ein vehementer Befürworter der geplanten Wirtschaftsfakultät an der Uni Luzern, greift Hochschulrektor Markus Hodel frontal an. Hodel nehme ein Schreiben des Vorstands der Ehemaligen-Organisation der Hochschulstudenten, in der sich diese gegen die Wirtschaftsfakultät aussprechen, «offensichtlich gleichgültig zur Kenntnis», schreibt Sieber in einer Mail an Hodel. Er und die Hochschule würden die Zentralschweizer KMU «im Stich lassen».

Reto Siebers Ärger ist derart gross, dass er die Zusammenarbeit mit der Hochschule – er begleitet zwei Projekte der Hochschule – sistiert hat.

Hochschulrektor kontert scharf

Markus Hodel bezeichnet den Boykott Siebers als «äusserst bedenklich». Den Vorwurf, er liesse die KMU im Stich, kann Hodel nicht nachvollziehen: «Wir setzen uns seit unserem Bestehen dafür ein, das die KMU gut ausgebildete Nachwuchskräfte erhalten und unterstützen sie durch Forschungsprojekte und Dienstleistungen.»