UNI-GESETZ: Luzerner Regierung scheitert hochkant

Für die Mehrheit der Parteien ist klar: Bei neuen Fakultäten gehört das letzte Wort dem Kantonsrat. Das hat Folgen für die Wirtschaftsfakultät.

Lukas Nussbaumer
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Die Universität Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Archiv Neue LZ)

Die Universität Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Archiv Neue LZ)

Die Regierung hat bei der wichtigsten von ihr vorgeschlagenen Änderung im Uni-Gesetz Schiffbruch erlitten: CVP, SVP, SP und Grüne wollen nicht, dass künftig der Universitätsrat über die Einrichtung von neuen Fakultäten entscheiden kann. Diese Kompetenz, schreiben die Parteien in ihren Vernehmlassungsantworten, müsse weiterhin der Kantonsrat haben. Mit der Regierung einverstanden sind einzig FDP und GLP.

Wirtschaft: Neuer Entscheid

Kommt die Regierung dem Wunsch der klaren Mehrheit in der Polit-Landschaft nach – und davon ist auszugehen – muss der Kantonsrat im kommenden Frühjahr noch einmal entscheiden, ob er tatsächlich eine Wirtschaftsfakultät will. Das grundsätzliche Ja zu einer vierten Fakultät fiel Mitte Mai 2012 – mit der Festschreibung des neuen Ausbildungsgangs im Hochschulplanungsbericht.

Das neue Uni-Gesetz soll am 1. September 2014 in Kraft treten. Frühestens ein Jahr später könnte die Wirtschaftsfakultät starten – falls die Uni das Geld dafür von privaten Sponsoren erhält.