UNI: Kanton und Stadt streiten um Millionen

Kanton und Stadt Luzern streiten sich wegen eines Beitrags für die Uni. Der Kanton hat der Stadt schon zwei Mahnungen verschickt – ohne Wirkung.

Lukas Nussbaumer
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Der kantonale Finanzdirektor Marcel Schwermann ist verärgert ob den Schulden der Stadt. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der kantonale Finanzdirektor Marcel Schwermann ist verärgert ob den Schulden der Stadt. (Bild: Archiv Neue LZ)

Für den kantonalen Finanzdirektor Marcel Schwerzmann ist klar: Die Stadt Luzern schuldet dem Kanton acht Millionen Franken, zahlbar Ende 2013 und 2014 in zwei Raten à je vier Millionen. Dies sei auf Verwaltungsstufe so abgemacht worden. Überwiesen hat die Stadt bis jetzt jedoch erst zwei Millionen. Zwei Mahnungen des Kantons blieben wirkungslos. Schwerzmann sagt, dass der Kanton seine Forderung inklusive Zinsen durchsetzen werde.

Stapi: «Freiwilliger Beitrag»

Der städtische Finanzdirektor und Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth spricht von einem «freiwilligen Standortbeitrag an die Uni Luzern, welche das städtische Stimmvolk in der Volksabstimmung vom 12. Februar 2006 zugesichert hat». Roth will die acht Millionen in vier Raten zahlen. Für Schwerzmann gilt nach wie vor: «Die Stadt muss zwei Mal vier Millionen überweisen.»

Dass die Dissonanzen zwischen Kanton und Stadt mit dem Gezerre um die Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) in Zusammenhang stehen, streitet Schwerzmann ab. «Ich verknüpfe den Beitrag an die Uni nicht mit der ZHB, sondern trenne diese Geschäfte strikt.»