Uni-Neubau kostet weniger als budgetiert

Das neue Gebäude der Universität und der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern wird nicht so viel kosten wie kostenbereinigt budgetiert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt zeichnen sich Einsparungen von rund 8 Millionen Franken ab.

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Das Gebäude der Universität und der PHZ Luzern. (Bild: PD)

Das Gebäude der Universität und der PHZ Luzern. (Bild: PD)

Am Donnerstag, 1. September, wird das Gebäude «Universität Pädagogische-Hochschule» an der Frohburgstrasse 3 in Luzern offiziell eröffnet. Am Montag luden die Regierungsräte Marcel Schwerzmann und Reto Wyss zu einer Medienkonferenz.

Einsparungen von rund 8 Millionen

Wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt, konnte Finanzdirektor Schwerzmann dabei erfreuliches zur Kostenseite vermelden. Zum aktuellen Zeitpunkt habe er zwar noch keine Schlussabrechnung präsentieren können, jedoch den Stand per 1. August aufzeigen. Während in der bereinigten Kostenprognose von 162 Millionen Franken ausgegangen wurde, liessen sich nach aktuellen Berechnungen Minderaufwendungen zum Budget von voraussichtlich 8 Millionen Franken ausweisen. Obwohl es die definitiven Endabrechnungen noch abzuwarten gelte, könne aus heutigem Erkenntnisstand von einer erfreulichen Kostenunterschreitung ausgegangen werden.

Bei der Planung war man ursprünglich von Kosten über rund 144 Millionen Franken für den Uni-Neubau ausgegangen, hatte diese Zahl aber wegen der Bauteuerung im März ein erstes Mal auf 158 Millionen korrigiert.

Das neue Uni Gebäude, beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
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Das neue Uni Gebäude, beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Das neue Uni Gebäude, beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Das neue Uni Gebäude, beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Das neue Uni Gebäude, beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern: Didier Burkhalter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bundesrat Didier Burkhalter (zweiter von links) und Finanzdirektor des Kantons Luzern Marcel Schwerzmann (zweiter von rechts). (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bild: Remo Naegeli/Neue LZ
Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bischof Felix Gmür. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Sir James Galway spielt die Querflöte. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bischof Felix Gmür mit Kopfbedeckung - neben ihm Regierungsrat Guido Graf. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Marcel Schwerzmann am Rednerpult. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Didier Burkhalter und Marcel Schwerzmann (rechts) spenden Beifall. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bundesrat Didier Burkhalter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Regierungsrat Anton Schwingruber (links). (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Didier Burkhalter (mitte) und Marcel Schwerzmann. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Bild: Remo Naegeli/Neue LZ
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Bild: Remo Naegeli/Neue LZ
Rektor der Universität Luzern Paul Richli (links) mit Didier Burkhalter im Gespräch. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)
Architekt Philipp Fischer und Regierungsrat Marcel Schwerzmann (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Bild: Pius Amrein/Neue LZ
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
Bild: Pius Amrein/Neue LZ
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Bild: Pius Amrein/Neue LZ
Bild: Pius Amrein/Neue LZ
Bild: Pius Amrein/Neue LZ
von links: Philipp Fischer (Architekt) Paul Richli (Rektor Uni), Evelyn Enzmann (Architektin), Hans-Rudolf Schärer (Rektor PHZ), Marcel Schwerzmann (Regierungsrat), Ulrich Niederer (Direktor ZHB) und Reto Wyss (Regierungsrat) im Hörsaal 1. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Baudokumentation der neuen UNI an der Frohburgstrasse 3, Luzern (Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess)
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
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Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess
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Das neue Uni-Gebäude steht für die Studierenden bereit. (Bild: Dienststelle Immobilien/Dany Schulthess)
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Das neue Uni Gebäude, beleuchtet von Lichtkünstler Gerry Hofstetter. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

Uni soll PHZ nicht verdrängen

Bildungsdirektor Reto Wyss ging vor den Medien im Besonderen auf das Thema Platzbedarf für die Pädagogische Hochschule PHZ ein. Er hielt fest, dass das Gebäude für 2600 Universitätsstudierende gebaut wurde und zudem Platz für rund 600 Studierende der PHZ biete. Zum einen habe die Universität diese Zahl noch nicht erreicht, zum anderen könnten auch bei einem moderaten Wachstum noch weitere Studierende in diesem Gebäude Platz finden. Damit entgegnete er Befürchtungen, die Uni könnte die PHZ bald verdrängen. Wahrscheinlicher sei, dass Büros für Mitarbeiter zugemietet würden.

Dezente Gestaltung

Im Innern präsentiert sich das Hochschulgebäude nüchtern und sachlich. Die dominierenden Grau-, Silber- und Brauntöne werden durch feine Farbmuster gebrochen, die gleichzeitig Orientierung bieten sollen. Lichthöfe sorgen für Helligkeit.

Die Universität mit ihren bis zu 375 Plätzen umfassenden Hörsälen ist vor allem in den Untergeschossen und im Erdgeschoss untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich auch die Mensa, im ersten Stock die Bibliothek. Statt eines grossen Lesesaal gibt es auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmte kleinere Lernräume.

Der zweite Stock gehört der Pädagogischen Hochschule. Ein spezieller Raum ist die Lernwerkstatt, in dem die angehenden Lehrkräfte zusammen mit Schulklassen neue Lernformen ausprobieren sollen. In der dritten und vierten Etage sind die von weniger Personen benutzten Universitätsräume und Büros untergebracht.

pd/sda/bep

Chronologie

Im Mai 2000 hiessen die Stimmberechtigten des Kantons Luzern den Ausbau der damaligen «universitären Hochschule» mit 250 Studierenden zur vollwertigen Universität mit 900 Lernenden gut. Die Uni, die über eine juristische, eine kultur- und sozialwissenschaftliche sowie eine theologische Fakultät verfügt, wuchs rasant. Diesen Herbst zählt sie knapp 2500 Studierende.

Die junge Universität musste das erste Jahrzehnt ohne ein identitätsstiftendes Hauptgebäude und den üblichen zentralen Infrastrukturen wie etwa eine Mensa auskommen. Ihr Betrieb verteilte sich auf rund zwei Dutzend Standorte. Zu diesen gehörte auch ein leerstehendes Hotel oder Kinos.

Nach den ersten Plänen hätte die Universität schon 2005 ein Hauptgebäude erhalten sollen. Ein Neubauprojekt am Kasernenplatz war aber so umstritten, dass es fallengelassen werden musste. Die damalige Krise habe Luzern als Chance erkannt und geschickt zu nutzen gewusst, sagte der Luzerner Regierungspräsident Marcel Schwerzmann am Montag bei der Vorstellung des Hauptgebäudes.

Den Weg frei dazu machte die Post. Diese schloss ihr neben dem Bahnhof und hinter dem KKL gelegenes Betriebsgebäude. Der Kanton übernahm 2008 das aus den 80er-Jahren stammende Gebäude und baute es nach Plänen der Zürcher Architekten Enzmann/Fischer zum neuen Hauptgebäude der Universität und der Pädagogischen Hochschule um.

sda

Tage der offenen Tür am 3./4. September

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