Erste Schritte Richtung Rückkehr zum Präsenzmodus an der Uni Luzern

Die Universität öffnet am 8. Juni die Bibliothek. Studierende haben wieder Zugang zu Weiterbildungsangeboten. Geschlossen bleiben der Lesesaal, Mensa, Foyer und öffentliche Sitzgelegenheiten.

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Auch nach dem ersten Öffnungsschritt am 8. Juni bleibt der Lesesaal der Bibliothek leer.

Auch nach dem ersten Öffnungsschritt am 8. Juni bleibt der Lesesaal der Bibliothek leer.

Bild: PD

(zim) Ab 8. Juni ist gemäss den Vorgaben der Behörden von Bund und Kanton an den Hochschulen wieder ein beschränkter Präsenzmodus möglich. Das Schutzkonzept der Uni Luzern sieht eine schrittweise und zurückhaltende Rückkehr zum Präsenzmodus vor, wie die Universität am Freitag mitteilte. Zentrales Element bleibt die Einhaltung der persönlichen Schutzmassnahmen mit den Hygiene- und Abstandsregeln. Zusätzlich gilt es, Kontakte nachvollziehen zu können.

Studierende und Gäste erhalten ab dem 8. Juni Zugang zur Bibliothek für die Ausleihe und Konsultation von Büchern. Der Lesesaal der Bibliothek, Mensa, Foyer und öffentliche Sitzgelegenheiten bleiben hingegen bis auf Weiteres geschlossen.

Sitzungen von Mitarbeitenden mit Externen vor Ort sind mit bis fünf Personen, Weiterbildungsveranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich. Auch Sportanlässe sind unter Auflagen möglich. Nicht möglich sind bis auf Weiteres Anlässe mit Externen und Veranstaltungen wie zum Beispiel Tagungen.

36 Gesuche bewilligt für Überbrückungshilfe

Um der besonderen Situation Rechnung zu tragen, hat die Uni Luzern spezifische Regelungen getroffen, etwa für Studierende mit zusätzlichen Betreuungsaufgaben oder mit Militär- oder Zivilschutzpflicht. Ferner wurde das Info- und Beratungsangebot ausgebaut und Unterstützungsangebote geschaffen. Von der für Studierende in finanzieller Notlage geschaffenen Überbrückungshilfe wurden bisher 36 Gesuche im Umfang von 42'900 Franken bewilligt.

Positive Bilanz am Ende des Lehrbetriebs

Das Ziel der Universität Luzern war es laut Mitteilung von Anfang an, die Voraussetzungen zu schaffen, dass das Frühjahrssemester trotz der Corona-Pandemie nicht ein verlorenes Semester wird. Bei den Lehrveranstaltungen sei dies mit dem nahtlosen Übergang zum digitalen Betrieb gelungen, und das Fazit am heutigen Ende der Lehrveranstaltungen des Frühjahrssemesters falle positiv aus.

Als nächster wichtiger Teil stehen nun die Prüfungen und Leistungsnachweise an, die ebenfalls ausschliesslich online erfolgen. Erste Prüfungen seien bereits erfolgreich durchgeführt worden.

Fokus richtet sich bereits auf das Herbstsemester

Im Sinne möglichst hoher Planungssicherheit werden nun rasch Szenarien für den Betrieb im Herbstsemester erarbeitet, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Planung erfolge nach dem Grundsatz «So persönlich wie möglich, so digital wie nötig».

Anmeldungen für das Herbstsemester sind noch bis Ende August möglich. Auf die Nachmeldegebühr von 150 Franken, welche normalerweise ab Anfang Mai anfällt, verzichtet die Universität im Herbstsemester 2020. Damit soll angesichts der Unsicherheiten mit der Corona-Situation den Studieninteressierten die Planung erleichtert werden.

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