Unmut an der Luzerner Uni

Jungwissenschaftler müssen in Luzern mit rund 50'000 Franken brutto auskommen, arbeiten an der Uni aber Vollzeit. Das könnte die Qualität der Uni gefährden. Nun wehren sich die Assistenten.

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Wie eine Studie zeigt, herrscht nicht nur eitel Sonnenschein an der Luzerner Universität. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Wie eine Studie zeigt, herrscht nicht nur eitel Sonnenschein an der Luzerner Universität. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Universität Luzern beschäftigt 288 Assistenten und Dozenten. Für diese Positionen im so genannten Mittelbau erhalten sie in der Regel ein 50-Prozent-Pensum mit einem Bruttolohn von durchschnittlich 50'000 Franken pro Jahr. Nur: Die tatsächliche Arbeitsbelastung liegt im Schnitt bei 41 Stunden pro Woche.

Interne Studie verfasst

Vertraglich ist meistens festgelegt, dass die Assistenten nicht nur den Professoren zuarbeiten, sondern auch Studenten betreuten und ihre weiterführenden Arbeiten, zum Beispiel eine Doktorarbeit, verfassen. Doch gerade solche wissenschaftlichen Werke müssen die Assistenten oftmals in ihrer Freizeit erarbeiten. Dies zeigt eine Studie, welche die Universität Luzern intern in Auftrag gegeben hat und die sie auf ihrer Website publiziert hat.
Assistenten wandern ab

«Die Situation ist problematisch», sagt Nadja Miczek, die Mitverfasserin der Studie. Sie selbst ist als Assistentin tätig. «Die finanzielle Situation führt dazu, dass viele Assistenten trotz hoher Motivation bereit sind, die Uni bei einem besseren Angebot zu verlassen.» Zum Vergleich: Ein ordentlicher Professor erhält an der Uni Luzern jährlich zwischen 140'000 und 185'000 Franken Lohn.

Sasa Rasic

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