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Unterirdische Güterbahn: Luzerner Regierung ist skeptisch

Initianten planen eine unterirdische Güterbahn vom Bodensee zum Genfersee. Das entsprechende Gesetz des Bundes begrüsst der Luzerner Regierungsrat grundsätzlich, meldet aber auch Bedenken an.

(avd) Die Dimensionen sind gigantisch: Güter sollen mit einer unterirdischen Bahn quer durch die Schweiz transportiert werden. «Cargo Sous Terrain» (CST) heisst das Projekt, das für 30 Milliarden Franken ein Netz von 500 Kilometern Länge vorsieht. CST hat Aktionäre wie Post, Migros, Coop, Swisscom oder die Logistiker Rhenus und Panalpina. Die nationalen Parteien befürworten das Projekt grundsätzlich, wie kürzlich aus der Vernehmlassung zum Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport hervorging (Ausgabe vom 11. Juli).

Auch die Luzerner Regierung stellt sich nicht grundsätzlich gegen CST, wie sie in einer Stellungnahme schreibt. So sehe man den Bedarf, das Güterverkehrsaufkommen auf der Strasse zu reduzieren. Auch biete der vorliegende Vorschlag Chancen, die aus Sicht des Kantons Luzern weiterzuverfolgen sind.

Erste Stellungnahme von Neo-Regierungsrat Peter

Aber: «Der Nachweis, dass eine unterirdische Lösung gemäss Konzept CST zielführend ist, und zu einer tatsächlichen Reduktion der Fahrten führt, ist unseres Erachtens noch nicht ausreichend erbracht», so der Luzerner Regierungsrat.

Eine Bündelung der Fahrten und bessere Auslastung der Fahrzeuge soll bereits heute das Ziel sein – nämlich oberirdisch. Mit den weiteren Fragen des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) ist die Regierung einverstanden. Sie begrüsst etwa, dass die Finanzierung privatwirtschaftlich erfolgen soll und der Bund die Rahmenbedingungen vorgibt. Die Stellungnahme wurde erstmals vom neuen Baudirektor Fabian Peter (FDP) unterschrieben – einen Tag nach seinem Amtsantritt.

Zug: Zustimmung, obwohl nicht direkt betroffen

Wenige Wochen zuvor hatte bereits die Konferenz der kantonalen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren eine Stellungnahme eingereicht. Darin zur Sprache kamen vor allem die Kantone Aargau, Bern, Solothurn und Zürich, die vom Projekt am meisten betroffen sind. Aus dem Schreiben ist deutlich mehr Feuer erkennbar. Nicht nur unterstützt die Konferenz die gesetzliche Grundlage, die als Voraussetzung für die weiteren Arbeiten an CST gilt. «Der Entscheid des Bundes, sich nicht explizit hinter die eigene Gesetzesvorlage zu stellen, löst bei den Kantonen Kritik aus», schreibt die Konferenz.

Tatsächlich hatte der Bund vor allem zu Beginn Zweifel; der Nutzen für die Allgemeinheit sei nur leicht positiv. Geäussert hat sich auch der Zuger Regierungsrat. Man sei zwar vom unterirdischen Güterkonzept nicht direkt betroffen. «Aus kantonaler Sicht ist langfristig betrachtet ein späterer Anschluss der Region Zug als Seitenast ab den Hubs Zürich oder Luzern denkbar», begründet die Regierung die Zustimmung.

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