UNTERRICHT: Lehrmittel: Lehrer stehen in der Pflicht

Im Lehrplan des Kantons Luzern sind nur Grobziele für die Unterrichtsthemen formuliert. Es liegt an den Lehrern selbst, auf dem neusten Stand zu bleiben.

Sarah Weissmann
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Bild: Dominik Wunderli

Bild: Dominik Wunderli

Die Ämter des Kantons Luzern gibt es zwar schon seit 2008 nicht mehr, dennoch werden sie an gewissen Luzerner Schulen den fünften und sechsten Klassen weiter gelehrt – dies auf Basis von Arbeitsblättern, die teilweise noch aus den 1980er-Jahren stammen. Martin Huber, Präsident vom Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Luzern, findet es problematisch, wenn in dem aktuellen Fall die Ämter als politisches Modell des Kantons Luzern vermittelt werden. «In einem historischen Kontext wäre das zwar legitim, doch aus politischer Sicht wurde natürlich falsches Wissen gelehrt.» Stellt sich die Frage, wie sichergestellt wird, dass die Lehrer während ihrer Laufbahn immer auf dem neusten Stand sind? «Die Hauptverantwortung liegt bei der Schulleitung. Wir informieren zudem über ein spezielles Kommunikationsgefäss dreimal pro Jahr über pädagogische Änderungen», erklärt Ruedi Püntener von der Dienststelle Volksschulbildung (DVS). Püntener weist aber ebenfalls auf die Eigenverantwortung der Lehrpersonen und die Möglichkeit von Weiterbildungsangeboten hin, um so Neuerungen in den Unterricht aufnehmen zu können.