UNWETTER: 150 Schadensmeldungen im Kanton Luzern

Im Kanton Luzern haben sich am Montagnachmittag heftige Gewitter entladen. Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Bäche traten über die Ufer, Dutzende Keller füllten sich mit Wasser.

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Unwetter im Kanton Luzern: Schüpfheim (links) und Menznau. (Bild: Luzerner Polizei / Leserreporter)

Unwetter im Kanton Luzern: Schüpfheim (links) und Menznau. (Bild: Luzerner Polizei / Leserreporter)

Hochwasserschäden im Lutherer Dorfteil Willmisbach. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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Hochwasserschäden im Lutherer Dorfteil Willmisbach. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Hans Nyffenegger bei Aufräumarbeiten vor der Nachbarsscheune im Lutherer Dorfteil Willmisbach. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Familie Birrer befreit ihr Ackerland von angeschwemmtem Holz der Seewag. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Josef Bircher in Nottwil hat durch das Hochwasser rund 20 Ferkel verloren. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Landwirtfamile Bircher wurde vom Hochwasser schwer getroffen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Famile Bircher wurde vom Hochwasser schwer getroffen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Vom Mannebach angeschwemmtes Material wird weggeräumt. Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Schüpfheim. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Schüpfheim. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Josephine Müller aus Schüpfheim vor dem Spielplatz während der Aufräumarbeiten. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Schüpfheim. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Beim Mannebach in Schüpfheim hat das Hochwasser viel Schlamm zurückgelassen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Beim Bahnhof Nottwil ist ein Bach über die Ufer getreten... (Bild: Leserreporter Michael Müller)
... und hat die Geleise überspült. (Bild: Leser Michael Müller)
Der Eglibach tritt in der Rohrmatt bei Willisau über die Ufer. (Bild: Leser Alois Gassmann)
Sempach: Aufräumen nach dem Unwetter. Was noch bleibt, sind die Beweis-Fotos für die Versicherungen. (Bild: Keystone)
Schüpfheim (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Schüpfheim (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Schüpfheim (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Schüpfheim (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Schüpfheim (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Schüpfheim (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Luthern: der gleichnamige Bach sucht sich einen eigenen Weg. (Bild: Leserreporter)
Die Luthern ist in Zell über die Ufer getreten. (Bild: Leser Franz Wüest)
7cm Wasser im Heim Violino in Zell (Bild: Leser Franz Wüest)
Randvoll: Sarner Aa in Sarnen (Bild: Keystone)
Aufräumen nach dem Unwetter: Die Melchaa ob Kriens brachte viel Geschiebe. (Bild: Keystone)
Schüpfheim (Bild: Keystone)
Schüpfheim (Bild: Keystone)
Schüpfheim (Bild: Keystone)
Schüpfheim (Bild: Keystone)
Menznau (Bild: Kilian Scheiber)
Schüpfheim (Bild: Luzerner Polizei)
Schüpfheim (Bild: Luzerner Polizei)
Schüpfheim (Bild: Luzerner Polizei)
Schüpfheim (Bild: Luzerner Polizei)
Schüpfheim (Bild: Luzerner Polizei)
Ein Surfer beim Perlen Reusswehr. Links donnern Baumstämme gegen den Brückenpfeiler (Bild: Leserreporter)
Wasser kann auch mein Spielkamerad sein..... fotografiert bei Hellbühl. (Bild: Heidi Köpfli)
Hochgehende Luthern in Nebikon. (Bild: Leserreporter)
Neuer Damm in Buttisholz hält Wasser zurück. (Bild: Leserreporter)
Im Oberberg in Schüpfheim können die Matten das Wasser nicht mehr aufnehmen. (Bild: Leserin Bernadette Fallegger)

Hochwasserschäden im Lutherer Dorfteil Willmisbach. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Ab 16.46 Uhr trafen die ersten Meldungen über Unwetter-Schäden bei der Luzerner Polizei ein. Insbesondere das Entlebuch, Gebiete vom Luzerner Hinterland und Greppen waren stark von den Niederschlägen betroffen. Die meisten Schadensmeldungen erhielt die Polizei aus Schüpfheim, Menznau und Nottwil.

22 Feuerwehren im Einsatz

Im ganzen Kanton Luzern traten Bäche über die Ufer. Dutzende von Kellern oder Gebäude sind voller Wasser und richteten massiven Sachschaden an. Insgesamt kamen 22 Feuerwehren zum Einsatz. Bis am Montagabend um 21 Uhr nahm die Polizei weit über 150 Schadensmeldungen entgegen.

Menschen seien glücklicherweise keine zu Schaden gekommen. Die Situation habe sich im Laufe des Abends im Kanton Luzern beruhigt, schreibt die Polizei. Die Schadenssumme kann noch nicht beziffert werden.

Am Montagabend waren die Strassen Nottwil-Neuenkirch, Menznau-Willisau und Schötz-Ebersecken wegen Geschiebe oder Hangrutschen blockiert. Wegen Wasser auf der Fahrbahn waren nach Angaben der TCS-Verkehrsinformation die Strecken Oberkirch-Nottwil, Sempach-Rain, Sursee-Buttisholz und Willisau-Wolhusen zeitweise gesperrt. In Sempach steht der Camping-Platz unter Wasser, wie ein Leserreporter berichtet. In Zell ist die Luthern über die Ufer getreten.

SBB-Strecke Olten-Luzern unterbrochen

Wegen des Unwetters nur beschränkt befahrbar war am Montagabend auch die Bahnstrecke zwischen Sempach Station und Nottwil auf der Linie Luzern-Olten. Es muss mit Verspätungen, Zugausfällen und Umleitungen gerechnet werden. Die Dauer der Störung ist unbekannt. Die Züge von Basel Richtung Tessin wurden umgeleitet und die Züge zwischen Bern und Luzern fielen zwischen Sursee und Luzern aus. Die SBB hat zwischen Sursee und Sempach Ersatzbusse aufgeboten. Wie die SBB mitteilt, dauert die Störung voraussichtlich bis am 30. Juli um 2 Uhr an. Ebenfalls unterbrochen ist die Bahnstrecke zwischen Willisau und Menznau.

Napf ist Spitzenreiter

Das Feuerwehrînspektorat des Kantons Luzern hat auf Anfang Jahr eine neue Notfallplanung erstellt. «Die Notfallplanung kam jetzt erstmals zum Einsatz und hat sich bisher sehr gut bewährt», analysierte Feuerwehrinspektor Vinzenz Graf die aktuelle Situation.

Am kräftigsten hat es laut Angaben von Meteonews am Montag auf dem Napf geregnet mit 54 Liter Regen pro Quadratmeter, vor Schüpfheim mit 46 Liter Regen pro Quadratmetern.

Reusswehr ganz offen

Noch nicht prekär ist die Lage an der Reuss in der Stadt Luzern. Allerdings ist das Reusswehr bereits vollständig geöffnet – ein weiterer Pegelanstieg des Vierwaldstättersees hätte unmittelbare Auswirkungen auf den Fluss, insbesondere unterhalb der Reuss im Kanton Aargau.

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rem/avd