«Unzumutbarer Gästesektor» in Luzern: St.Galler Fans kündigen für Sonntag eine Protestaktion in der Swissporarena an

Weil der Gästesektor in der Luzerner Swissporarena noch immer mehr an einen «Käfig» erinnere, rufen St.Gallen-Fans für das Auswärtsspiel am Sonntag (16.00) zu einer «kreativen Aktion» auf.

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Der Gästesektor in der Swissporarena in Luzern wird von den St.Galler Fans stark kritisiert.

Der Gästesektor in der Swissporarena in Luzern wird von den St.Galler Fans stark kritisiert.

Philipp Schmidli, 11. August 2012

(stg) Vor dem Spiel des FC St.Gallen gegen Xamax kursierten Infoflyer des Dachverbands 1879 im Stadion. Der Betreff: «FCL - FCSG, 01.12.2019». Auf dem A4-Blatt bemängeln die Fans ein weiteres Mal den «unzumutbaren Gästesektor» in Luzern. Der Gästesektor erinnere noch immer mehr an einen Käfig als an einen echten Gästesektor. «Wenn die Gästefans wie Tiere behandelt werden, muss man sich nicht wundern, wenn sich diese auch wie Tiere verhalten!» schreibt der Dachverband.

PD

«Wir werden deshalb als aktive Fanszene auch beim kommenden Auswärtsspiel in Luzern nicht einfach zur Normalität zurückkehren und unsere Unzufriedenheit mit der Situation kundtun – dies jedoch ohne den Support unserer Mannschaft einzuschränken», heisst es auf dem Flugblatt. Die aktive Fanszene habe deshalb eine grössere, kreative Aktion in Luzern geplant. Dazu ruft sie auf dem Flyer alle St.Galler Fans dazu auf, am kommenden Sonntag schwarz gekleidet nach Luzern zu kommen. «Für die restlichen Materialien ist gesorgt», schreibt der DV abschliessend und verbleibt mit folgenden Schlussworten: «Auf eine tierische Auswärtsfahrt!»

Es ist nicht das erste Mal, dass die Fans des FC St.Gallen auf angebliche Missstände bei Auswärtsspielen in Luzern aufmerksam machen. Im Frühling dieses Jahres hat der Dachverband, ebenfalls per Infoflyer, verlauten lassen, dass die aktive Fanszene das Spiel in Luzern nicht im Gästesektor verfolgen und auf eine gemeinsame Anreise im Extrazug verzichten wird. Für Unmut bei den FCSG-Fans sorgen vor allem die in ihren Augen übertriebenen Eingangskontrollen in Luzern, die schlechte Sicht auf das Spielfeld sowie das Verbot von Spruchbändern.

2014 blieben die meisten St.Galler Fans dem Gästesektor fern und verfolgten das Spiel vor dem Stadion. Der Gästesektor war damals beinahe menschenleer.

Philipp Schmidli
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