Urner Kantonalbank verdient dank Sparmassnahmen mehr

Weil sie die Kosten deutlich senkte, hat die Urner Kantonalbank (UKB) im ersten Halbjahr 2020 mehr verdient. Der Abbau der Anzahl Geschäftsstellen und deren Reorganisation zahlte sich damit für die Bank aus.

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(sda) Wie die UKB am Donnerstag mitteilte, nahm der Geschäftserfolg in den ersten sechs Monaten von 2020 im Vorjahresvergleich um 12,0 Prozent auf 9,1 Millionen Franken zu. Der Halbjahresgewinn stieg um 9,4 Prozent auf 8,9 Millionen Franken. Diese Entwicklung sei insbesondere auf das aktive Kostenmanagement zurückzuführen, hiess es weiter. So habe der Geschäftsaufwand um 10,5 Prozent auf 11,5 Millionen Franken reduziert werden können. Der Sachaufwand fiel dabei um 0,8 Millionen Franken tiefer aus.

Gespart wurde aber auch beim Personal, für das 0,5 Millionen Franken weniger ausgegeben wurde. Der Personalbestand wurde von 96 auf 91 verringert, die Zahl der Geschäfts- und Zweigstellen von 9 auf 6 abgebaut. Die Ankündigung der UKB im Jahr 2018, Filialen zu schliessen oder auf einen Videoservice umzustellen, hatte im Kanton heftige Kritik und politische Aktivitäten ausgelöst.

Stabilität im Zinsengeschäft

Der Betriebsertrag fiel um 2,9 Prozent tiefer aus als im ersten Halbjahr 2019, dies in erster Linie wegen Bewertungskorrekturen im Rahmen der Coronakrise. Er betrug 21,6 Millionen Franken. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft und der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft blieben mit 17,1 Millionen Franken respektive 3,9 Millionen Franken unverändert. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft fiel aber um über einen Fünftel geringer aus und erreichte noch 0,4 Millionen Franken.

137 Corona-Kredite

Der Bilanzsumme der UKB erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2020 um 7,9 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen stiegen um 1,0 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken, insgesamt nahmen die Kundenausleihungen um 1,8 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken zu. Die Kundeneinlagen legten um 0,9 Prozent zu und betrugen Mitte 2020 2,1 Milliarden Franken. Zu Covid-19 teilte die Bank mit, sie habe bis jetzt 137 Kredite im Umfang von total 26,4 Millionen Franken vergeben. Die meisten Gesuche seien innerhalb der ersten Tage gestellt worden.