Ursprung des Brauches: Weshalb werden in Sursee Gänse geköpft?

Der Ursprung der Surseer Gansabhauet ist nicht gänzlich geklärt.

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Giovanni Valetti aus Sursee köpft die zweite Gans. (Bild: Patrick Hürlimann, Sursee, 11. November 2019)

Giovanni Valetti aus Sursee köpft die zweite Gans. (Bild: Patrick Hürlimann, Sursee, 11. November 2019)

(jon) Wieso in Sursee jeweils am Martinstag zwei Gänse geköpft werden, ist historisch nicht abschliessend belegt. Die gängigste Erklärung ist, dass der Brauch auf die jeweils am 11. November fällige Zehntelsabgabe an die Klöster Muri, St. Urban und Einsiedeln zurückzuführen ist. Womöglich offerierte das Kloster den Bürgern zu diesem Anlass eine Gans. Unklar ist ebenso, ob es «der» oder «die» Gansabhauet heisst.

Der Brauch wurde nach einem Unterbruch von über 40 Jahren erstmals wieder 1863 durchgeführt. Dabei müssen Schläger blind den Hals einer Gans durchtrennen – mit einem einzigen Hieb und mit einem stumpfen Säbel. Der Gansabhauet gehört zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz und ist einer von 199 Bräuchen, der von der Unesco anerkannt ist.

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