Urteil

Ausgerastet und Verhaftet: Eine Bratpfanne führte die Polizei zu den Drogen

Zuerst flog die Bratpfanne aus dem Fenster, dann andere Küchenutensilien. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung wurden Drogen beschlagnahmt.

Sandra Monika Ziegler
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Sein Tageskonsum an Drogen belief sich laut eigenen Angaben bis zu seiner Verhaftung im September 2018 auf zwei Gramm Kokain und zehn Gramm Marihuana. Finanziert hat sich der Mann seine Sucht durch das Dealen mit diversen Drogen.

So hat er laut Anklageschrift zwischen Anfang August und 21. September 2018 in der Stadt Luzern und an anderen Orten knapp 93 Gramm reines Kokain zum Weiterverkauf erworben. Davon verkauft hatte er bis zur Verhaftung 10 Gramm. Zudem verkaufte er in den knapp zwei Monaten 30 Stück Ecstasy Pillen sowie 332,2 Gramm Marihuana an diverse Abnehmer.

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilt den Mann wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und spricht von einem schweren Fall. Der damals 26-jährige Schweizer wird bedingt zu 2 Jahren Freiheitsstrafe mit einer Probezeit von 3 Jahren verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Verhaftung stoppte Weiterverkauf

Bei der Hausdurchsuchung wurden nebst 5000 Franken Bargeld weitere Drogen beschlagnahmt: Darunter 1277 Stück LSD, 150 Ecstasy Pillen und 1 Kilogramm Marihuana. Da der 26-Jährige verhaftet wurde, kam es nicht zum beabsichtigten Weiterverkauf. Der Mann war geständig und kooperativ, wie das Gericht festhält.

Zur Verhaftung kam es, weil der junge Mann eine Bratpfanne aus dem Fenster seiner Wohnung schmiss. Die Polizei rückte an und sprach mit ihm. Er randalierte weiter, warf weitere Küchenutensilien aus dem Fenster auf den Vorplatz. Die Polizei kam abermals.

Beim zweiten Polizeibesuch zeigte er sich aggressiv. Er wurde aus der Wohnung gezogen und mit dem Patrouillenfahrzeug auf den Posten gebracht. Dort flutete er die erste Zelle und in die zweite Zelle urinierte er. Damit hat er sich der mehrfachen Verunreinigung fremden Eigentums schuldig gemacht und handelte sich zu seiner bedingten Freiheitsstrafe noch eine bedingte Geldbusse von 300 Franken ein.