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US-Notenbank: Vorsicht bei Zinsen

Washington Führende Vertreter der US-Notenbank Fed sind uneins über den weiteren Zinskurs. Der Chef des Fed-Bezirks Dallas, Robert Kaplan, mahnte vorgestern zur Geduld bei einer geldpolitischen Straffung. Die niedrigen Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen signalisierten die Erwartung einer konjunkturellen Abschwächung.

Zudem verwies er auf die aus Fed-Sicht unerwünscht niedrige Inflation. Bevor er eine weitere Zinsanhebung unterstütze, seien zunächst Hinweise erforderlich, dass die Teuerung «mittelfristig» anziehe. Das Fed hat den Leitzins zuletzt im Juni auf das aktuelle Niveau von 1 bis 1,25 Prozent angehoben und eine weitere Erhöhung noch in diesem Jahr signalisiert.

Die Chefin des Notenbank-Bezirks von Cleveland, Loretta Mester, will trotz des niedrigen Preisdrucks an den angepeilten Zinsschritten des Fed vorerst festhalten, wie sie Reuters sagte. Das Fed strebt neben Vollbeschäftigung eine Teuerungsrate von 2 Prozent an. Die von der Notenbank besonders beachtete Kennziffer lag zuletzt aber nur bei 1,5 Prozent. Da der Konjunkturmotor derzeit rundläuft, will die Notenbank ihr stark angeschwollenes Portfolio eindampfen. Im Kampf gegen die Folgen der Weltfinanzkrise hat sie die Bilanz in den vergangenen Jahren auf 4,5 Billionen Dollar aufgebläht. Der für die Geldpolitik zuständige Fed-Offenmarktausschuss will das Abschmelzen «relativ bald» angehen. (sda)

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