UTENBERG: Fritschivater strahlt mit Kindern um die Wette

Ist die Fritschifamilie zu Besuch, gehts in der Kinder- und Jugendsiedlung bunt zu und her.

Hugo Bischof
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Fritschivater Louis Fischer und sein Weibel Rudolf von Werdt (hinten, von links) mit Kindern der Siedlung Utenberg. Vorne links ein Fritschi-Narr. (Bild: Hugo Bischof)

Fritschivater Louis Fischer und sein Weibel Rudolf von Werdt (hinten, von links) mit Kindern der Siedlung Utenberg. Vorne links ein Fritschi-Narr. (Bild: Hugo Bischof)

Die Guuggenmusig schränzt schon, bevor die hohen Fasnachtsherren da sind. Zwerge, Prinzessinnen und Polizisten mit falschem Schnauz rennen aufgeregt hin und her. Und dann ist sie da: Die Fritschifamilie mit ihrem Gefolge aus Kindsmagd, Bauern, Narren.

Die alljährliche Bescherungsfahrt der Safran-Zunft in der Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg ist ein Höhepunkt – für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Zünftler. «Ich freue mich riesig», sagte Zunftmeister und Fritschivater Louis Fischer. Er sei schon vor 20 Jahren dabei gewesen – als Narr der Safran-Zunft – und vor 40 Jahren mit seinem Vater, der damals Zunftmeister war. «Und ganz früher, als es die Jugendsiedlung noch gar nicht gab, habe ich hier als Bub geschlittelt.»

Bankenaffäre, verdeckte Ermittler

Die Kinder und Jugendlichen bieten jeweils ein Theaterstück dar, das sie selber erarbeitet und einstudiert haben. «Es geht jeweils darum, möglichst viele Episoden aus dem Leben des jeweiligen Zunftmeisters herauszufinden und daraus eine pfiffige Geschicht zu machen», erläuterte Siedlungsleiter Peter Sauter. Diesmal war das Stück in eine Rahmenhandlung eingebettet: Louis Fischer träumt als Kind von der Zukunft. Dann gehts Schlag auf Schlag: Die Bankenaffäre, die ihre Schatten bis zur Luzerner Kantonalbank warf, verdeckte Ermittler und zuletzt gar US-Präsident Obama spielen eine Rolle. Und Louis Fischer selber musste seine Künste als Klaviervirtuose unter Beweis stellen.

58 Kinder und Jugendliche

58 Kinder und Jugendliche leben aktuell in der Siedlung Utenberg. «Sämtliche Wohnplätze sind zurzeit belegt», erklärte Siedlungsleiter Peter Sauter. Alle Kinder und Jugendlichen haben sich gestern in irgendeiner Form am freudigen Anlass betätigt – als Guugger, Schauspieler oder ganz einfach als fröhliche Fasnächtler. Die Mitglieder der Safran-Zunft belohnten alle mit einem Geschenksäckli.

Apropos Geschenk: Die Safran-Zunft war auch das ganze letzte Jahr über eifrig im Einsatz für das Utenberg. Unter anderem erbaute sie mit viel Fronarbeit einen neuen Hasenstall mit viel Auslauf. Gestern durften die Zünftler das Werk bestaunen. Auch der Garten wurde neu gestaltet. Diesen Sommer will die Safran-Zunft den Kinderspielplatz erneuern.