VANDALISMUS: «Kein Gott»-Plakate in Luzern verschmiert

Im Zuge der «Da ist wahrscheinlich kein Gott»-Kampagne hängen derzeit elf kontrovers diskutierte Plakate in und um die Stadt Luzern. Das ruft Andersdenkende auf den Plan.

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Eines der beschriebenen Plakate. (Bild geniess-das-leben.ch)

Eines der beschriebenen Plakate. (Bild geniess-das-leben.ch)

Auf einzelne davon wurden nun von Hand Sprüche geschrieben, wie es auf der Website der Freidenker-Vereinigung heisst. Diese hat die Kampagne, die eine schweizweite Diskussion ins Rollen brachte, lanciert, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Eines der so genannten Atheisten-Plakate bei der Tribschenstadt wurde mit dem Vermerk «Krankenkassen-subventioniert?», ein anderes mit «Ich aber bin das Wort» ergänzt. Zunächst war das Sujet in Luzern verboten, dann wurde der Entscheid jedoch revidiert. In der Stadt Zug indes wollte der Stadtrat die Aushänge auf öffentlichem Grund nicht zulassen.

Auch die umstrittenen Anti-Minarett-Plakate der SVP sind derzeit ähnlichen kommunikativen Guerilla-Attacken ausgesetzt oder werden – eine weitaus weniger subtile Methode – teilweise oder ganz abzureissen versucht. Bei den Aktionen dürfte es sich wohl weniger um so genanntes «Adbusting» – Werbung wird durch Umgestaltung in ihr Gegenteil verkehrt; als «Culture Jamming» zur Kunstform erhoben –, sondern um politisch motivierte Taten oder blossen Schabernack handeln.

scd