Wegen Corona-Virus: Verkehrsbetriebe Luzern arbeiten einen Notfall-Fahrplan aus

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) bereiten sich für den Fall vor, wenn die Behörden weitere Auflagen machen oder plötzlich viele VBL-Mitarbeiter ausfallen sollten. Und sie verteilen an die Angestellten zusätzliches Desinfektionsmittel.

Lukas Nussbaumer
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Busse der Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL) beim Bahnhofplatz.

Busse der Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL) beim Bahnhofplatz. 

Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 4. März 2020)

Haltestangen oder Türknöpfe in Bussen werden pro Tag je nach Linie und Frequenz von Hunderten Menschen berührt – und Viren können auf diesen Oberflächen mehrere Stunden überleben. Gesunde Personen können sich also mit dem Corona-Virus via diese Kontakte anstecken. Das wollen die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) verhindern – sie reinigen ihre Busse laut Mediensprecher Sämi Deubelbeiss «jeden Abend, aktuell mit besonderem Fokus auf das Corona-Virus». Für die Mitarbeiter sei weiter zusätzliches Desinfektionsmittel bereit gestellt worden. Besonders gründlich geputzt werden Türknöpfe und Haltevorrichtungen derzeit auch von der Auto AG Uri, die den öffentlichen Verkehr im Urner Reusstal sicherstellt.

Gemäss Deubelbeiss bereiten sich die VBL auch für den Fall vor, wenn viele Mitarbeiter ausfallen oder die Behörden neue Auflagen verordnen sollten. «Unsere Planungsabteilung hat den Auftrag erhalten, sich Gedanken zu machen, wie die Fahrpläne angepasst werden könnten, falls sich das Virus weiter ausbreitet.» Dies sei eine Vorsichtsmassnahme, so Deubelbeiss. Die VBL hätten bereits am letzten Freitag einen Notfall- und Krisenstab eingesetzt.

Kontrolleure fassen Swiss Pass und Handys nicht mehr an

Als weitere Hygiene-Massnahme verzichten Kontrolleure der VBL und auch der SBB aktuell darauf, den Swiss Pass selbst in die Hand zu nehmen. Das gilt auch für die Handys von Personen, die ihre Billette online gelöst haben.

Die VBL würden ihre Mitarbeiter zudem laufend über den aktuellen Stand rund um das Corona-Virus informieren, sagt Deubelbeiss. Ebenso die Passagiere in VBL-Bussen, die auf den Bildschirmen stets die aktuellen Tipps des Bundesamts für Gesundheit erhalten würden.