VBL fordern mehr Bevorzugung für Busse

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) fordern in einem Bericht die Bevorzugung ihrer Fahrzeuge auf den Stadtluzerner Strassen: Dank durchgehenden Busspuren und Fahrbahnhaltestellen sollen die Busse im Stossverkehr wieder schneller vorwärts kommen.

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Stehen die VBL-Busse im Stau, wird das Einhalten des Fahrplans oft schwierig. (Bild: Archiv Remo Nägeli/Neue LZ)

Stehen die VBL-Busse im Stau, wird das Einhalten des Fahrplans oft schwierig. (Bild: Archiv Remo Nägeli/Neue LZ)

Für die Busse in Luzern wird es immer schwieriger in den Hauptverkehrszeiten den Fahrplan einhalten zu können. Dies geht aus dem Bericht «Neuralgische Punkte im Luzerner Busnetz II» hervor. Zwar werde laut Mitteilung vom Donnerstag mit fahrplantechnischen Massnahmen versucht, die längeren Fahrzeiten einzuplanen, trotzdem komme es aber immer wieder zu Verspätungen. So seien die Fahrzeuge in den Abendspitzen zwischen 17 und 18 Uhr im Kernbereich mit durchschnittlich nur gerade 13,2 km/h unterwegs. Um den Fahrplantakt einigermassen aufrechtzuerhalten, muss die VBL in dieser Zeit neun zusätzliche Fahrzeuge einsetzen. Dies führt zu Mehrkosten von 1,15 Millionen Franken pro Jahr.

Busse sollen bevorzugt werden

Im Bericht zeigen die Verkehrsbetriebe diese und weitere Probleme auf und schlagen Massnahmen zur Förderung des öV vor. So werden beispielsweise zusätzliche Busbeschleunigungsmassnahmen gefordert, um das Problem mit den Verspätungen zu entschärfen. Als neuralgische Punkte gelten nach Auswertung der Bus-Bordcomputer der Bahnhof Luzern , die Haldenstrasse oder auch der Kreuzstutz. Die Lösungsansätz e sehen bei diesen Beispielen durchgehende Busspuren auf der Pilatusstrasse, Fahrbahnhaltestellen im Staubereich auf der Haldenstrasse oder die Priorisierung bei Lichtsignalanlagen vor.

Da sowohl der Individualverkehr, als auch die Nachfrage nach dem öffentlichen Verkehr in den nächsten 20 Jahren laut der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern massiv zunehmen soll, müsse der öffentliche Verkehr gefördert werden, fordern die Verkehrsbetriebe. Die zuständigen Stellen seien deshalb aufgefordert, schnell Verbesserungen herbeizuführen. Der Vorliegende Bericht soll laut VBL eine Diskussionsgrundlage liefern und bei künftigen Infrastukturprojekten berücksichtigt werden.

pd/bep

Der vollständige Bericht «Neuralgische Punkte im Luzerner Busnetz II»