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Neues Busdepot der VBL in Root lässt auf sich warten

Die Verkehrsbetriebe Luzern haben ihr Angebot ausgebaut und schliessen 2018 mit einem Jahresgewinn von knapp einer Million Franken ab. Das neue Depot in Root wird jedoch erst mit einem Jahr Verzögerung in Betrieb genommen.
Sandra Monika Ziegler
Das VBL-Depot in Root wird mit einem Jahr Verzögerung Mitte Dezember eröffnet. (Bild: PD/VBL, 23. April 2019)

Das VBL-Depot in Root wird mit einem Jahr Verzögerung Mitte Dezember eröffnet. (Bild: PD/VBL, 23. April 2019)

Im Jahr 2018 zählten die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) rund 50 Millionen Passagiere. Und zwar noch zufriedenere Passagiere als vor zwei Jahren, wie die Umfrage zur Kundenzufriedenheit zeigt. Gestern präsentierte das Unternehmen seinen Geschäftsbericht 2018. Rückblickend konnten die gesteckten Ziele mehrheitlich erreicht werden.

Nicht jedoch bei der geplanten Inbetriebnahme des Zweitstandorts Root, sagt Verwaltungsratspräsidentin Yvonne Hunkeler. Verzögerung wegen Grundwasser Grund für die Verschiebung der Eröffnung sei das Grundwasser gewesen. Das habe, so Hunkeler den gesamten Bau verzögert. Nun sei dieses Problem aber gelöst und der Eröffnung Mitte Dezember – notabene ein Jahr später als geplant – stehe nichts mehr im Wege.

Bis Root fertig ist wird in Rothenburg geparkt

Das Zweitdepot in Root schafft Platz für 27 Gelenkbusse auf neun Bahnen für jeweils drei Gelenkbusse. Weil sich die Fertigstellung verzögert hat, mussten die VBL reagieren. «Bereits seit Jahren haben die VBL in Rothenburg ein Zweitdepot. Das hat aktuell für 22 Busse Platz. Aufgrund der schnell kommunizierten Bauverzögerung in Root konnte der Vertrag in Rothenburg fristgerecht bis Ende 2019 verlängert werden», sagt VBL-Sprecher Sämi Deubelbeiss.

Es seien keine Mehrkosten entstanden, da die Miete in Root jene in Rothenburg ablösen wird – dies auch dank einer guten Lösung mit dem bisherigen Vermieter. Auch entstanden keine zusätzlichen Leerfahrten. Zudem habe es deswegen keine Anpassungen am Fahrplan gegeben.

Das Busdepot in Root wird Mitte Dezember eröffnet. Bild: VBL (23. April 2019)

Das Busdepot in Root wird Mitte Dezember eröffnet. Bild: VBL (23. April 2019)

Linie 23 lockt immer mehr Passagiere an

Das Angebot wurde zwar ausgebaut, trotzdem haben die Fahrgastzahlen stagniert. Als Grund nennt VBL-Direktor Norbert Schmassmann: «Das anhaltend milde und trockene Wetter und das erhöhte Aufkommen von Elektro-Bikes.» Mit knapp 50 Millionen Fahrgästen sei man aber gut unterwegs. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 46,2 Millionen. Seither stiegen die Zahlen bis auf letztes Jahr, da sind sie um 300 000 Passagiere gesunken.

Dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, dass 0,9 Millionen Passagiere weniger die Trolleybuslinien nutzten, dafür 600 000 Personen mehr die VBL-Autobuslinien. Und um rund 8,2 Prozent haben auch die Frequenzen auf dem Tellbus der Auto AG Uri zugenommen. Am meisten Zuwachs an Fahrgästen verzeichnete aber die Linie 23. Sie verkehrt zwischen den Bahnhöfen Root und Luzern. Der Zuwachs sei auch aufgrund der Eröffnung der «Mall of Switzerland», wie Schmassmann ausführt.

Dieselbusse sind ein Auslaufmodell

Zwar werde man auch in fünf Jahren noch keine selbstfahrenden Busse in Luzern haben, aber der Dieselbus sei ein Auslaufmodell, so Schmassmann. Punkto Elektromobilität sagt er: «Wir planen mittelfristig, eine Linie von Diesel auf Elektro umzustellen.» Das werde mit dem Besteller, dem Verkehrsverbund, abgesprochen. Schmassmann betont: «Der Trolleybus ist weiterhin der energieeffizienteste Bus in Sachen Elektromobilität. Er verbraucht sofort den Strom, den er bezieht, und hat nur eine kleine Batterie. Busse ohne Fahrleitung sind weniger energieeffizient und das Entsorgen der viel grösseren Batterien umweltbelastend.»

2018 betrug der Gewinn der VBL 0,94 Millionen (Gesamtumsatz 92 Millionen) im Vorjahr 1,3 Millionen Franken. Die grössten Investitionen wurden für fünf neue Doppelgelenkbusse getätigt, die dereinst auf der verlängerten Linie 1 zum Einsatz kommen. Die Stadt Luzern als Alleinaktionärin erhält eine Dividende von einer Million Franken.

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