Velofahrer in Luzern verprügelt – Täter flüchtig

Am helllichten Tag wird in Luzern ein 67-jähriger Mann zusammengeschlagen. Die Täter dürften geschnappt werden – dank eines Ehepaars.

Drucken
Teilen
Velofahrer Toni Kobler wurde am Mittwoch hier an der Zentralstrasse in Luzern zusammengeschlagen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Velofahrer Toni Kobler wurde am Mittwoch hier an der Zentralstrasse in Luzern zusammengeschlagen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Zentralstrasse in Luzern, Mittwochnachmittag, 17 Uhr: Toni Kobler (67) fährt auf seinem Velo Richtung Bundesplatz. Vor einem Fussgängerstreifen hält vor ihm ein Auto. Kobler wundert sich. Denn es gibt keine Fussgänger, welche die Strasse überqueren wollen. Trotzdem verringert auch er die Geschwindigkeit. Als er direkt neben dem Auto ist, schwingt plötzlich die Beifahrertür auf. Kobler fährt dagegen, kann sich aber gerade noch auf dem Velo halten. Er sagt dem Beifahrer, der noch im Auto sitzt: «Sie müend scho chli luege!»

Der Beifahrer steigt aus und schlägt seine Faust in Koblers Gesicht. Dieser fällt aufs Trottoir. Der Beifahrer hat aber noch nicht genug und schlägt und tritt auf den am Boden liegenden Velofahrer ein. Eine Serviceangestellte der nahen Café-Bar schreitet mutig ein und hält den aggressiven Beifahrer zurück.

Während sich ein älteres Ehepaar um Kobler kümmert, fährt die Lenkerin des Autos 50 Meter weiter in Richtung Bundesplatz. Dort stoppt sie. Auch der Beifahrer setzt sich in Bewegung, droht Kobler aber noch, ihn umzubringen. 50 Meter weiter vorne steigt er dann wieder ins Auto ein. Kobler kommt mit einer leichten Kopfverletzung davon. Am Donnerstag erstattet er bei der Polizei Anzeige erstattet.

Kobler hofft jetzt, dass der Beifahrer möglichst rasch ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen wird. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Einerseits hat sich das ältere Ehepaar die Autonummer gemerkt, und andererseits können Kobler und die Zeugen den Täter gut beschreiben. Sie stammen laut Kobler vermutlich aus dem Balkan.

Alexander Von Daeniken

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.</em>