VELOSICHERHEIT: Pro Velo Luzern rüffelt die Baudirektion

An einer Stelle sei die Zürichstrasse in der Stadt Luzern für Velofahrer besonders gefährlich – doch nichts werde getan, sagt Pro Velo. Und hofft auf die Nachfolgerin von Kurt Bieder.

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Der Linksabbieger bei der Zürichstrasse. (Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Der Linksabbieger bei der Zürichstrasse. (Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Die Zürichstrasse mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen sei für Velofahrende «nicht ungefährlich», schreibt Peter Rüttimann von Pro Velo Luzern in der aktuellen Ausgabe der «Velinfo». Der Luzerner Sektion des Verbands, der sich für die «Interessen und die Förderung des Veloverkehrs in Alltag und Freizeit» einsetzt, mache die Situation im Bereich der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses City «schon seit längerer Zeit grosse Sorgen».

«Regelmässig» gefährliche Situationen
«Besonders gefährliche Situationen ergeben sich, wenn der Verkehr von der Ampel beim Parkhaus Löwencenter bis über die Einfahrt zum Parkhaus Ciry die Zürichstrasse hinauf staut.» Die Autokolonne lasse in dieser Situation Platz frei, damit die von der Stadt herkommenden Fahrzeuge links in Parkhaus City einbiegen könnten. Velofahrende, welche die Zürichstrasse hinunterfahren und dabei auf Grund des Gefälles ein beachtliches Tempo erreichen, würden von den Linksabbiegern übersehen oder sähen diese Fahrzeuge selber zu spät, wie es weiter heisst. Es komme «regelmässig» zu gefährlichen Situationen oder zu Unfällen.

Kein «Unfallschwerpunkt»
In einem Brief an die Baudirektion sei deshalb gefordert worden, dass das Parkhaus City nur noch ab der Zürichstrasse stadteinwärts angefahren werden. Dazu wäre es nötig, die Abbiegespur aus der Richtung Bourbaki/Stadt aufzuheben und eine Sicherheitslinie zu markieren. Gemäss der Antwort der Baudirektion stellt die betreffende Situation keinen «Unfallschwerpunkt» dar – damit bestehe auch kein Handlungsbedarf. «Bis hier überhaupt jemand aktiv wird, müssen auf dieser stark befahreren Strasse also über etliche Jahre Velofahrende stark verletzt werden», kommentiert Peter Rüttimann lakonisch.

Hoffnungen ruhen auf Stämmer
Dies hinzunehmen, sei man nicht bereit, wie es weiter heisst. «Ohne zu behaupten, dass in diesem konkreten Fall eine einfache Lösung möglich ist, zeigen die fehlende Proaktivität und die Reaktion auf unsere Forderung exemplarisch die Haltung der Baudirektion der Stadt Luzern auf.» Enthusiasmus «auf dem Weg zur Velostadt» sei noch kaum vorhanden. Man erwarte vom Tiefbauamt entsprechende Massnahmen – und sei auf die Zeit nach der erfolgten Fusion Luzern/Littau am 1. Januar 2010 gespannt, wenn das Tiefbauamt neu von der heutigen Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer geführt wird.

scd