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Verband fordert Gratis-Hausaufgabenhilfe

Bildung Für manche Schüler dürfte es der schönste Nebeneffekt der Sommerferien sein: Den Begriff Hausaufgaben können sie in diesen Wochen aus ihrem Wortschatz streichen. Ob die «Husi» ohnehin ganz abgeschafft werden soll, darüber sind sich Bildungsexperten uneins. Einen Mittelweg schlägt der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) vor: «Gemeinden und Schulen wird empfohlen, eine niederschwellige, kostenlose und freiwillige Hausaufgabenhilfe zu installieren, welche durch entschädigtes Fachpersonal, also durch Lehrpersonen, geführt wird», fordert der LCH im «LLV Diskurs», im Magazin des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrer­verbands. Ob die Hausaufgabenhilfe besucht werde, hänge vom Entscheid der Eltern ab. Lehrer könnten dies aber anordnen, «wenn sie den Schulerfolg» eines Kindes «als gefährdet erachten».

«Vorschlag ist sinnvoll und prüfenswert»

Für diese Idee könnte sich Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, durchaus erwärmen: «Ich erachte diesen ­Vorschlag als sinnvoll und prüfenswert, denn Tagesstrukturen werden vom Gesetz so oder so gefordert und zunehmend belegt.» Die Hausaufgabenhilfe sei eine «wichtige Ergänzung des Unterrichts und eine Unterstützung der Lernenden, da nicht alle Kinder und Jugendlichen zu Hause motiviert werden, die Hausaufgaben zu machen». Im Kanton Luzern würden 70 der 83 Gemeinden über eine Hausaufgabenhilfe auf der Primar verfügen. «Finanziert wird sie über einen Elternbeitrag, der meist nicht kostendeckend ist. Verschiedene Gemeinden bieten die Hausaufgabenhilfe sogar bereits heute gratis an. Langfristig könnte das Modell von kostenloser Bildung und Betreuung auch in der Schweiz üblich werden.» Vincent sagt aber: «Aktuell ist diese Forderung wie auch die Verpflichtung der Kinder zum Besuch der Hausaufgabenhilfe rechtlich nicht umsetzbar.» Es bräuchte eine Anpassung des Volksschulbildungsgesetzes oder der Wochenstundentafel. (rt/fi)

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