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Verbot der Stadt: Luzerner Pfadis dürfen nicht mehr im ganzen Wagenbachbrunnen baden

Um den Abschluss des Sommerlagers zu feiern, baden Pfader oder Jubla-Mitglieder im Wagenbachbrunnen vor dem KKL. Doch damit ist jetzt Schluss – jedenfalls zum Teil.
Kilian Küttel
Tradition vieler Luzerner Pfadi-Gruppen nach der Heimkehr aus dem Sommerlager: das laut-spritzige Abschlussritual auf dem Wagenbachbrunnen am Europaplatz in Luzern. Hier die Pfadi Schirmerturm aus Luzern im Sommer 2017. (Bild: Robert Bachmann)

Tradition vieler Luzerner Pfadi-Gruppen nach der Heimkehr aus dem Sommerlager: das laut-spritzige Abschlussritual auf dem Wagenbachbrunnen am Europaplatz in Luzern. Hier die Pfadi Schirmerturm aus Luzern im Sommer 2017. (Bild: Robert Bachmann)

Für viele Luzerner Jugendvereine ist er so etwas, wie das Dessert im Restaurant: der Sprung in den Wagenbachbrunnen, wenn sie vom Sommerlager heimkehren und in Luzern ankommen.

Ein erster Waschgang nach mehreren Wochen Zeltlager im Wald. Der Apéro-Badegang vor dem obligaten und meist langem Einweichen in der heimischen Wanne. Eine Tradition, ein Ritual.

Obere Brunnenschale ist tabu

Doch damit ist jetzt Schluss, jedenfalls teilweise: Die Stadt Luzern untersagt, in der oberen Schale des Brunnens vor dem KKL zu baden. Und zwar aus Sicherheitsgründen: «Die obere Brunnenschale befindet sich in mehr als zwei Metern Höhe. Also muss man sich gegenseitig helfen, um dort hinaufzukommen. Das ist nicht ungefährlich», sagt Thomas Schmid vom Stadtluzerner Strasseninspektorat.

Jedoch ist dies nicht der einzige Grund: Im Sommer 2017 hat die Stadt den Brunnen vor dem KKL saniert, in der oberen Schale würden sich aufwendige und heikle technische Installationen befinden.

Pfader klettern im Sommer 2014 via Leiter auf den oberen Teil des Wagenbachbrunnens vor dem KKL. (Bild Robert Bachmann)

Pfader klettern im Sommer 2014 via Leiter auf den oberen Teil des Wagenbachbrunnens vor dem KKL. (Bild Robert Bachmann)

Pfader wollen sich an Verbot halten

Schmid nennt ein kleines Beispiel: «Am Rand der oberen Schale ist ein Bleiblech montiert, das auf den Millimeter genau nivelliert ist.» Dieses sorge dafür, dass das Wasser von den Fontänen in der oberen Schale geregelt und in gewünschter Weise in die untere Schale fliesse: «Wenn dort oben gebadet wird, kann es sein, dass das Blech verbogen wird.»

Was sagen die Betroffenen zum Verbot? Die Zeichen stehen nicht auf Rebellion, ganz im Gegenteil. «Die Stadt Luzern hat uns mit ihrem Anliegen kontaktiert und wir haben es an unsere 32 Abteilungen weitergegeben. Natürlich respektieren wir das Verbot», sagt Thomas «Revox» Stadelmann, Vorstandspräsident des kantonalen Pfadiverbands. Die Information sei von den Abteilungen gut aufgenommen worden und sie würden das Verbot nachvollziehen.

Baden in unterer Schale wird weiter toleriert

Wie viele Abteilungen traditionsgemäss den Sprung in den Brunnen wagen, kann «Revox» nicht sagen. Aber: «Wir sind sicher, dass alle von ihnen ein neues Ritual finden, mit dem sie den Lager-Abschluss feiern können.»

Hinzu kommt, dass die Stadt das Baden in der unteren Schale weiterhin toleriert. Thomas Schmid vom Strasseninspektorat: «Wir propagieren das nicht, verbieten es aber auch niemandem.» Ein Teil des Rituals bleibt den Jugendvereinen also weiterhin. Und richtig sauber werden sie wohl eh erst in der heimischen Badewanne

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