Verdienen die Stadträte zu viel?

Fast 250'000 Franken verdient ein Luzerner Stadtrat und liegt damit im schweizweiten Vergleich ganz vorne. Die Linken wollen dem Stadtrat ans Portemonnaie.

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Die Luzerner Stadträte (v.l.): Kurt Bieder, Stefan Roth, Urs W. Studer, Ursula Stämmer und Ruedi Meier. (Archivbild Neue LZ)

Die Luzerner Stadträte (v.l.): Kurt Bieder, Stefan Roth, Urs W. Studer, Ursula Stämmer und Ruedi Meier. (Archivbild Neue LZ)

Die Stadt Luzern muss sparen, und die SP- und Juso-Fraktion sagt, wie das gehen soll. «Während den nächsten fünf Jahren sollen der Stadtrat und die Mitglieder des Grossen Stadtrates auf einen Teil ihrer Entschädigung verzichten», schreibt die Fraktion in einer Mitteilung.

Die SP hat auch schon einen konkreten Vorschlag, wie gross der Verzicht sein soll: So sollen die Stadträte in den nächsten fünf Jahren auf 10 Prozent Lohn verzichten, das Parlament auf 5 Prozent. Dadurch soll die Stadt jährlich rund 100'000 Franken einsparen. «Es geht uns darum, dass alle ihren Beitrag leisten», erklärt Dominik Durrer, Fraktionspräsident der SP.

Kürzungen «fehl am Platz»
Eine Umfrage bei den städtischen Fraktionen hat ergeben, dass die Diskussion um die Politikerlöhne durchaus angebracht ist. «Wenn man wie wir 15 Millionen sparen muss, darf es keine Tabus geben», sagt etwa Markus Mächler, Fraktionschef der CVP. Ins gleiche Horn stösst auch Werner Schmid, Fraktionschef der SVP. Aber Schmid ist auch der Meinung, dass das Lohn-Thema erst im Rahmen des gesamten Sparpakets beurteilt werden soll.

Die Fraktionschefs sind sich auch einig, dass vergleichbare Stellen in der Privatwirtschaft wesentlich besser dotiert sind. Aus diesem Grund ist eine derart happige Lohnkürzung bei den Stadträten für viele «fehl am Platz».

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.

So viel verdienen die Stadträte. (Grafik Janina Noser/Neue LZ)