VEREIN KIRCHLICHE GASSENARBEIT: Statt Aussprache gabs den blauen Brief

Der Verein Kirchliche Gassenarbeit kämpft mit den Finanzen. Um das Budget im Lot zu halten, schreckt die Organisation auch vor ruppigen Methoden nicht zurück.

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Blick in die Luzerner «Gassechuchi». (Bild Esther Michel/Neue LZ)

Blick in die Luzerner «Gassechuchi». (Bild Esther Michel/Neue LZ)

In der Adventszeit erhielt die Chefin der Gassechuchi einen unerfreulichen Brief vom Vorgesetzten Fridolin Wyss, dem Geschäftsleiter des Vereins Kirchliche Gassenarbeit. Er wollte der Angestellten den Ausbildungsbonus streichen, der ihr während der Studienzeit an der Hochschule Luzern vertraglich zugesichert worden war. Er wollte diese Massnahme bereits ab Januar 2010 in Kraft setzen. Der früheste Termin wäre ab dem 1. April möglich gewesen - nach Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist.

Als weitere Sparmassnahme kündigte er an, die aufgelaufenen 160 Überstunden nicht auszuzahlen, weil er rückwirkend auf den 1. Januar 2009 die Überstunden mit dem Ausbildungsbonus verrechnen wollte. Diesem Kuhhandel konnte und wollte die Leiteri nicht zustimmen. In einer Aussprache ging es aber nicht um die umstrittenen Vertragsdetails. Der verblüfften 49-Jährigen wurde vielmehr eröffnet, dass sie ab sofort freigestellt werde.


Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.