VEREINE: Stadt bittet auswärtige Vereine stärker zur Kasse

Die Stadt Luzern führt für auswärtige Vereine, die einen Sportplatz, eine Turnhalle oder einen Schulraum nutzen, höhere Tarife ein. Die Einnahmen sollen dadurch von 390'000 Franken auf 900'000 Franken gesteigert werden.

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Nichtstädtische Vereine müssen für die Benützung der städtischen Turnhallen künftig mehr bezahlen. (Symbolbild Neue LZ)

Nichtstädtische Vereine müssen für die Benützung der städtischen Turnhallen künftig mehr bezahlen. (Symbolbild Neue LZ)

Wie Stadt am Montag mitteilte, wird damit der Deckungsgrad an den Vollkosten von rund 8 Millionen Franken von 4,9 Prozent auf 11 Prozent erhöht.

Für die Vereine, Verbände und Gruppierungen aus der Stadt bleiben die Tarife grundsätzlich unverändert. In den Fällen, in denen der Besitzstand nicht gewahrt wird, erfolgt die Anpassung über drei Jahre.

Nichtstädtische Vereine und Gruppierungen sowie Privatschulen aus der Stadt Luzern müssen neu 50 bis 75 Prozent der Vollkosten tragen. Den teuersten Tarif haben kommerzielle Nutzer, nichtstädtische Privatschulen sowie Bund, Kanton und Gemeinden, die neu die ganzen Vollkosten übernehmen müssen.

Die Stadt begründet in ihrer Mitteilung das neue Tarifsystem damit, dass das heutige nur rudimentär ausgestaltet sei und zahlreiche Ausnahme- und Zusatzregelungen kenne. Einige Tarife seien nicht mehr nachvollziehbar. Mit dem neuen Reglement würden dies Rechtsunsicherheiten und Unklarheiten beseitigt.

Das neue Reglement muss vom Grossen Stadtrat genehmigt werden und unterliegt dem fakultativen Referendum. Es soll am 1. August 2016 in Kraft treten. (sda)