Vereinshaus statt Firmensitz? Stadt Kriens prüft alternative Nutzung des alten Gemeindehauses

Der Einwohnerrat hat am Donnerstag ein Postulat von Räto Camenisch (SVP) überwiesen. Er schlägt eine Nutzung des alten Gemeindehauses «für uns» anstelle einer Firma vor.

Stefan Dähler
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Das alte Gemeindehaus von Kriens an der Schachenstrasse.

Das alte Gemeindehaus von Kriens an der Schachenstrasse.

Bild: Roger Grütter (18. Februar 2020)

Die Stadt Kriens plant eigentlich, das alte Gemeindehaus an der Schachenstrasse an eine Firma zu vermieten und dafür zu sanieren. Nun muss der Stadtrat aufgrund des überwiesenen Postulats alternative Nutzungen prüfen. Neben der SVP stimmten auch SP und Grüne für den Vorstoss.

Welche Nutzungen in Frage kommen, liess Postulant Räto Camenisch (SVP) offen. «Es gäbe verschiedene Ideen, die besser wären als eine Vermietung an eine Firma als Hauptsitz», sagte er an der Einwohnerratssitzung vom Donnerstag. Er nannte als Beispiele ein Haus für Vereine, Familienangebote oder lokales Handwerk. «Gewisse Gebäude sollten wir nicht einfach verscherbeln, sondern für uns brauchen.» Es gebe dafür bereits positive Beispiele in Kriens, etwa das Museum im Bellpark oder das Schloss Schauensee.

Finanzen als Knackpunkt

FDP und CVP argumentierten mit den knappen Stadtfinanzen. «Jetzt sind Strategien gefragt, die unsere Finanzlage verbessern», sagte etwa Enrico Ercolani (FDP). Mit den Ideen des Postulanten «lassen sich keine Mieteinnahmen generieren», so Anita Burkhardt (CVP).

SVP, SP und Grüne dagegen betonten, dass mit dem Postulat erst eine Prüfung einer alternativen Nutzung erfolgt. «Der Stadtrat soll zuerst klären, ob eine solche finanziell machbar ist und ob überhaupt Interesse da wäre», so Raphael Spörri. Allenfalls könne man bei einer anderen Nutzung bei der Sanierung Geld sparen, fügte Raoul Niederberger (Grüne) an.

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