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Gemeinde Horw vergisst Fussgängerstreifen und muss nachbessern

Ausgerechnet beim temporären Schulhaus Krämerstein war ein Fussgängerstreifen entfernt worden. Besorgte Eltern intervenierten beim Horwer Gemeinderat – mit Erfolg. Doch am ersten Schultag war von den angekündigten Massnahmen nichts zu sehen.
Roman Hodel
Amelie (vorne) und Stella testen die gelben Markierungen, die bei der Villa Krämerstein in Kastanienbaum anstelle eines Fussgängerstreifens aufgetragen wurden. (Bild: Pius Amrein, 23. August 2018)

Amelie (vorne) und Stella testen die gelben Markierungen, die bei der Villa Krämerstein in Kastanienbaum anstelle eines Fussgängerstreifens aufgetragen wurden. (Bild: Pius Amrein, 23. August 2018)

Unterricht in einem herrschaftlichen Gebäude, umgeben von einem romantischen Park: Gross war diese Woche die Freude bei Kindern und Eltern über das temporäre Schulhaus in der Villa Krämerstein in Kastanienbaum am ersten Schultag. Eigentlich. Denn etwas trübte die gute Stimmung. Auf der St. Niklausenstrasse, die am Schulhaus vorbeiführt, fehlte nach wie vor ein Fussgängerstreifen. Dieser war von der Gemeinde erst kurz zuvor entfernt worden. «Dabei hatten wir den Gemeinderat bereits am 15. Juni an der Info-Veranstaltung zum Schulhaus auf diesen Missstand hingewiesen», sagt eine Mutter. «Hier gehen Kindergärtler sowie Erst- und Zweitklässler zur Schule, für sie ist die Situation so viel zu gefährlich.»

«Es gab chaotische Momente.»

Besorgte Mutter

Dass sie damit nicht übertreibt, zeigte sich in den ersten Tagen dieser Woche mehrfach: «Es gab chaotische Momente», sagt eine andere Mutter. «Etwa als sich zwei Busse kreuzten und gleichzeitig an mehreren Orten Kinder die Strasse überquerten.» Gemäss Eva Schneider, die das Elternteam Kastanienbaum zusammen mit Stefanie Niederer leitet, hätten sich verschiedene Eltern bei ihnen gemeldet: «Sie wunderten sich vor allem darüber, dass der Gemeinderat auf den Schulbeginn hin keine Massnahmen ergriffen hat – notabene über zwei Monate nach dem Hinweis.» Erstaunlich sei das Ganze deshalb, weil die Gemeinde sonst vorbildlich handle – beispielsweise mit den drei Bussen, die die Schüler während des Umbaus des Schulhauses Mattli in die anderen Schulhäuser bringen.

Gelbe Füsse statt Zebrastreifen

Nach Schulstart wurden bei der Strasse vor der Villa Krämerstein in Kastanienbaum neue Markierungen angebracht. (Bild: Pius Amrein, 23. August 2018)

Nach Schulstart wurden bei der Strasse vor der Villa Krämerstein in Kastanienbaum neue Markierungen angebracht. (Bild: Pius Amrein, 23. August 2018)

Am Donnerstag sind nun Strassenmarkierer vor dem Krämerstein aufgefahren. «Dass dies erst jetzt der Fall ist, ist unser Fehler und hätte selbstverständlich viel früher ausgeführt werden sollen», sagt Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP). Der Fussgängerstreifen ist zwar nicht zurück, dafür sind nun an vier Stellen im Bereich der Bushaltestelle jeweils zwei gelbe Füsse am Boden markiert. Die Kinder werden von der Polizei geschult, dass sie hier warten, bis die Autos anhalten – und erst dann die Strasse überqueren. Bei einem Augenschein vor Ort tun dies die Mädchen und Buben bereits vorbildlich. Ferner haben die Arbeiter zwei rot umrandete Dreiecke mit dem Zusatz «Schule» auf die Strasse gemalt.

Erst vor den Sommerferien wurde die Tempo-30-Zone bis vor die Villa Krämerstein verlängert. Damit gilt nun in grossen Teilen von Kastanienbaum Tempo 30. In diesen Zonen sind laut Verordnung keine Fussgängerstreifen vorgesehen und es herrscht Rechtsvortritt. «Beides sorgt immer wieder für Diskussionen», so Zemp. Im Bereich von Schulhäusern seien Fussgängerstreifen zwar möglich, aber nicht empfohlen. «Da die Villa Krämerstein nur vorübergehend als Schulhaus dient, liessen wir den Streifen entfernen.»

«Mit den gleichen Markierungen beim Kreisel Merkur machen wir gute Erfahrungen.»

Thomas Zemp (CVP), Bauvorsteher Horw

Gelbe Füsse statt Fussgängerstreifen – eine solche Signalisation gibt’s in Horw seit kurzem auch beim Kreisel Merkur im Dorfzentrum. Zemp sagt: «Dort machen wir ebenfalls gute Erfahrungen – sie wird von den Leuten akzeptiert und die Kinder können damit umgehen.»

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