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VERGEWALTIGUNG IN EMMEN: Überprüfung tausender Handynutzer ohne Erfolg – Personen im Ausland im Visier

Ein Jahr nach der Vergewaltigung von Emmen ist der Täter noch immer auf freiem Fuss. Nach dem DNA-Massentest bringen auch Tausende Handydaten die Staatsanwaltschaft nicht weiter. Die Behörden ermitteln nun im Ausland.
Polizisten letzten Sommer an dem Ort in Emmen, wo eine Frau vergewaltigt wurde. (Bild Beatrice Vogel)

Polizisten letzten Sommer an dem Ort in Emmen, wo eine Frau vergewaltigt wurde. (Bild Beatrice Vogel)

Der Vergewaltiger von Emmen konnte bisher noch nicht gefasst werden. Dies bilanziert die Luzerner Polizei ein Jahr nach der Tat in einem Communiqué vom Donnerstag. Die Polizei hat tausende Handynummern erhoben, welche zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes aktiv waren. 1863 Handydaten hat sie detailliert ausgewertet. Für 32 Personen, welche über ihr Handy zur Tatzeit im Umfeld vom Tatort registriert wurden, hat die Staatsanwaltschaft DNA-Tests beantragt. 29 DNA-Proben wurden bereits erhoben und ausgewertet. Drei Personen konnten bisher noch nicht überprüft werden. Es handelt sich um Ausländer, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Diese würden sich derzeit im Ausland aufhalten oder in den Ferien weilen. Die Nationalitäten gab der Sprecher nicht bekannt.

Umfangreiche Ermittlungen

Die Polizei unternimmt alles, um den Täter finden zu können. Sie hat eine der aufwändigsten Ermittlungsaktionen im Kanton Luzern ausgelöst. Während mehreren Wochen sind im Umfeld vom Tatort Personenkontrollen durchgeführt worden. Man habe die Öffentlichkeit mehrmals mittels Medienmitteilungen informiert und mit spezifischen Fragen zur Mithilfe aufgefordert. Zudem habe die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in der Höhe von 10'000 Franken für Hinweise, welche zur Ermittlung des Täters führen, ausgesetzt. Drei Personen seien vorübergehend festgenommen worden.

Personen im Ausland im Visier

Knapp 10'000 Personendaten seien im Zusammenhang mit der Tat überprüft worden. 371 Männer wurden zu einem DNA-Massentest aufgeboten. Sechs dieser Personen konnten bisher noch nicht überprüft werden, weil sie sich im Ausland aufhalten. Die Luzerner Behörden stellten entsprechende Rechtshilfegesuche. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda gibt die Staatsanwaltschaft zurzeit nicht bekannt, in welchen Ländern ermittelt wird. Damit sollen die Ermittlungen nicht gefährdet werden, wie ein Sprecher sagte.

Laufender Abgleich mit Datenbank

All diese Massnahmen hätten bisher nicht zum Ziel geführt, schreibt die Luzerner Polizei weiter. Die Ermittlungsarbeiten werden aufrechterhalten und weitergeführt. Sie hat auch Inputs von externen Fachleuten einbezogen.

Die Staatsanwaltschaft will nun neue Ermittlungsansätze prüfen. Zudem gleicht sie die Täter-DNA-Spuren laufend in den Datenbanken mit Täterprofilen ab.

Vor genau einem Jahr, am 21. Juli 2015, hat ein Unbekannter auf dem Dammweg in Emmen an der Reuss eine 26-jährige Frau vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt. Die Frau erlitt bei der Tat schwerste Verletzungen und ist querschnittgelähmt.

Die Ermittler konnten unter anderem an den Kleidern des Opfers die mutmassliche DNS des Täters sicherstellen. Gemäss der vagen Beschreibung des Opfers – die Frau konnte aufgrund ihres Gesundheitszustandes über eine längere Zeit nicht zum Vorfall befragt werden – ist der Gesuchte ein 19 bis 25 Jahre alter Raucher mit schwarz-braunem, gekrausten Haar. Er hat einen dunklen Teint, ist 170 bis 180 cm gross, schlank und spricht gebrochen Deutsch.

rem

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